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Es ist nicht nur eine äußerliche Geste, welche die Menschen zum Friedhof gehenlässt. Sie finden dort einen Platz vor, der es ermöglicht, trotz der Hektikunserer Zeit stille zu werden. Darüber hinaus ist dort das Grabmal des geliebten Menschen – als ein Bindeglied zwischen den Hinterbliebenen und dem Verstorbenen. Wie aber muss ein Grabmal beschaffen sein, um diesen Anspruch zu erfüllen?
Grabreihen, in denen sich die einzelnen Steine bis auf den Namen und die Lebensdaten gleichen, werden dieser Funktion nicht gerecht. Nur ein Grabmal, das etwas über den Verstorbenen aussagt, über sein Leben und sein Denken ausdrückt, gibt dem Hinterbliebenen Trost und kann den christlichen Auferstehungsglauben stärken. Die Möglichkeiten der Gestaltung eines Grabmals sind unerschöpflich, wobei der Text und die Schrift, das Symbol, die Form des Grabmals und das Material des Steines die wesentlichsten Ausdruckselemente darstellen. In ihrer Kombination müssen sie ein harmonisches Ganzes ergeben und sollten etwas von dem Wesen des Verstorbenen – gestalterisch umgesetzt – sichtbar machen. Zur Gestaltung der gesamten Grabanlage gehört auch die Einfassung, die dem Wunsch der Hinterbliebenen entspricht, die Grabstelle einzugrenzen.
Daneben sind weitere gestalterische Mittel der Totenehrung gebräuchlich wie Laternen und Vasen, die auf einem Funktions- bzw. Abschlussstein ihren Platz finden. Dies alles sollte zusammenpassen und in seiner Gesamtwirkung eine Einheit bilden. Für den an einem individuell gestalteten Grabmal Interessierten steht am Anfang deshalb immer das Beratungsgespräch mit dem Steinmetzen oder Steinbildhauer, der das Grabmal fertigen soll. Er weiß diese Dinge umzusetzen und er kann auch sagen, was nicht machbar ist. Denn es sind neben den Gestaltungskriterien noch die jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu beachten, welche die Friedhofsträger für ihren Friedhof erstellt haben, damit das Gesamtbild der Gemeinschaftsanlage Friedhof gewahrt bleibt. Bei den Größenvorschriften decken sich beide Vorgaben, indem eine angemessene Proportion von Höhe zu Breite gefordert wird. Schon immer galt der Naturstein unbestritten als das geeignete Material für das Grabmal. Ob bei urzeitlichen Hünengräbern oder mittelalterlichen Grabplatten, immer wieder ist es der Naturstein, der bis in unsere Zeit hinein mit seiner Schönheit und Beständigkeit das Bild der Friedhöfe prägt.
Quelle: Bundesverband Deutscher Steinmetze
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