Neustadt/Weinstraße - Flechten siedeln sich oft auf Gehölzen an, die unter Wasser- oder Nährstoffmangel leiden oder zu alt oder krank sind. Auch ein mangelnder Schnitt lockt sie an. Hobbygärtner sollten in diesem Fall zur Heckenschere greifen.

Die rät die
Gartenakademie Rheinland-Pfalz zu einem Verjüngungsschnitt, um einen befallenen Strauch oder Baum zu stärkerem Austrieb anzuregen. Eine alte Hainbuchen- oder Ligusterhecke müsse eventuell kniehoch über dem Boden abgeschnitten und dann durch regelmäßigen Schnitt neu aufbaut werden. Von Beerenobststräuchern werden am besten die ältesten Äste bodennah weggenommen. Mangelerscheinungen werden mit einer Bodenanalyse geklärt. Dann wird entsprechend gedüngt.


Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilzen und Algen. Sie zeigen sich als Verkrustungen in Weiß-Grau, Schwefelgelb oder Rottönen. Sie können auch auf Pflastersteinen und Dächern von Gartenhäusern wachsen. Von dort lassen sie sich mit einer Bürste oder dem Hochdruckreiniger entfernen.

In der Regel schaden Flechten den Pflanzen nicht. Handeln sollten Hobbygärtner aber, wenn sie sich so stark ausbreiten, dass sie Knospen überwuchern. Flechten kommen oft an feuchten Orten vor, seltener an wüchsigen und gut ausgelichteten Bäumen oder Sträuchern.