Bonn - Orchideen machen Winterschlaf. Dadurch ändern sich die Ansprüche der Pflanzen. Was Orchideen an trüben Wintertagen besonders brauchen, erklärt der Zentralverband Gartenbau.

Nicht nur ihr exotisches Aussehen macht die Orchidee so beliebt. Auch ihr Pflegeaufwand ist niedriger als bei vielen anderen Zimmerpflanzen. Im Winter haben die Pflanzen aber ein paar besondere Ansprüche: Dann legen die meisten Orchideen eine ausgeprägte Ruhephase ein, die in den Tropen während der Trockenperiode stattfindet, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Die Orchidee braucht nun sehr viel Licht, dagegen aber weniger Wasser.

Damit sie ausreichend Licht an dunklen Wintertagen erhalten, stehen die Orchideen am besten direkt am Fenster oder im Wintergarten. Zugluft sei dabei nicht gut für die Pflanze. Ein wichtiges Indiz für die Wärme- und Lichtbedürfnisse der jeweiligen Orchideenarten sind ihre Blätter. Orchideen mit festen, ledrigen oder fleischigen Blättern können mehr Licht und Wärme aushalten als Arten mit zartem, weichem Grün.

Beim vorsichtigen Gießen - stets angepasst an die Temperaturen im Raum und am besten morgens - sollten Hobbygärtner nur handwarmes, kalkfreies Wasser verwenden und unbedingt Staunässe meiden. Nasse Füße bedeuten den Tod jeder Orchidee. Gedüngt wird über den Winter nur einmal im Monat. Die Orchidee wird vorher am besten gegossen.

Weit verbreitet ist der Tipp, ledrige Blätter mit Wasser zu besprühen. Davon rät der Zentralverband aber ab. Das führe meist zu Gewebeschäden oder löse Fäulnis aus - besonders, wenn das Wasser in die Blattachseln gelange.