Veitshöchheim - Der Hobbygärtner kann mit Blick auf manche Pflanzen herausfinden, wie sich das Wetter entwickelt oder wie viel Uhr es ist. Ein paar Beispiele der Bayerischen Gartenakademie:

Vogelmiere und Ringelblumen: Sie registrieren die Luftfeuchte. Bei drohendem Regen schließen ihre Blüten.


Silberdistel: Ist ihre Blüte geöffnet, kann man mit ein paar Stunden Sonnenschein rechnen. Aber öffnet sich die Blüte selbst bei strahlender Sonne nicht, ist das eine Warnung: Es drohen Regen oder sogar Gewitter.


Königskerze: Nichts Besseres verkündet die Blütenspitze der kleinblütigen Königskerze. Neigt sich diese nach Westen, wird es regnen. Deutet sie nach Osten, darf man Sonnenschein erwarten. Aber die Pflanze kann noch mehr: Bildet sie im ersten Jahr eine Blattrosette, deren Blätter im unteren Teil sehr dicht beieinandersitzen, soll das ein Anzeichen für frühen Schneefall in diesem Winter sein. Liegen die Blätter am oberen Teil der Rosette eng beisammen, wird es erst zum Jahresbeginn schneien. Daher ist die Pflanze auch als Wetterkerze bekannt.


Möhre: Krümmen sich die Samendolden der Möhre nach innen, droht ein Schauer.


Storchschnabel:Eine Wetterstation kann der Hobbygärtner mit dem Samen des Storchschnabels basteln. Er wird durch das Loch einer Pappe gesteckt. Dreht sich der Fortsatz im Uhrzeigersinn, steigt die Luftfeuchtigkeit an: Das sagt Regen voraus.


Waldmeister und Nachtviole: Der Duft dieser aromatischen Pflanzen verstärkt sich, wenn die Luft feucht und warm wird. Auch Birken duften dann besonders würzig, Lindenblüten intensiver.