Neustadt/Weinstraße - Welch\' Pracht, wenn der Pfirsich blüht! Hobbygärtner sollten dann genau hinschauen. Aber nicht nur, weil es so schön aussieht. Sondern weil die Pflanze schnell von der Kräuselkrankheit befallen wird.

Der Pfirsich (Prunus persica) ist anfällig für die Kräuselkrankheit. Die Symptome der Infektion zeigen sich schon früh im Jahr mit der Blüte. Die Pflanzen stecken sich aber schon zuvor an, in warmen Phasen mit Temperaturen von über zehn Grad. Dann sollte auch schon die erste Behandlung erfolgen. Darauf weist die Gartenakademie Rheinland-Pfalz hin.

Der Pfirsich benötige nur eine kurze Winterruhe, die Pflanze treibe daher schon im März aus und blühe im April. Der Stoffwechsel starte in manchen Jahren aber schon im Januar - zu erkennen daran, dass die Knospen anschwellen. Der Pilz Taphrina deformans greife die Knospen dann an. Er überwintere zuvor auf ihnen, den Zweigen und der Rinde. Setzt der Austrieb der Blätter ein, breite sich der Pilz auch auf sie aus. Eine feuchte Witterung fördere sein Wachstum.

Hobbygärtner beugen am besten so früh wie möglich der Pilzkrankheit mit einem Pflanzenstärkungsmittel vor, raten die Experten. Das Präparat enthält natürliche Fettsäuren und Pflanzenextrakte, die mehrfach gespritzt die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen erhöhen.

Die Behandlungen müssen zwischen Januar und April in warmen Phasen mit über zehn Grad konsequent bis zum Austrieb der Pflanze fortgesetzt werden. Die vollständige Bekämpfung sei nicht möglich, haben Versuche gezeigt. Es gebe aber sehr wohl eine deutliche Befallsreduktion.

Die Gartenakademie rät, grundsätzlich weißfleischige Pfirsichsorten wie \'Benedicte\', \'Früher Roter Ingelheimer\', \'Rekord aus Alfter\', \'Roter Ellerstädter\' und \'Amsden\' auszuwählen. Sie seien robuster und weniger anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit. Unter den gelbfleischigen Sorten wird \'Dixired\' empfohlen, unter den rotfleischigen \'Roter Weinbergspfirsich\'.