Berlin - Waldmeister säet man am besten im Winter. Um zu keimen, braucht das Kraut die Kälte. Schon im Frühling trägt der Waldmeister dann Blüten und kann beispielsweise für eine aromatische Bowle verwendet werden.

Er gilt zwar als typischer Frühlingsbote. Zum Wachsen braucht er jedoch die Kälte: Der Waldmeister (Galium odoratum) keimt nur, wenn er mehrere Wochen tiefen Temperaturen ausgesetzt ist. Deshalb empfiehlt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin, das aromatische Kraut im Dezember auszusäen.

Die Samen kommen in flache Schalen mit Anzucht- oder Kräutererde. Diese können dann einen Platz im Freien bekommen, möglichst geschützt vor Regen und Schnee. Bis die Samen keimen, rät der BDG, die Erde feucht, aber nicht zu nass zu halten.

Im Frühjahr können die Pflanzen einzeln in größere Töpfe umgepflanzt werden und schließlich ins Beet wandern. Fühlen sie sich wohl, zum Beispiel unter lichten Sträuchern oder Bäumen, verbreiten sie sich in der Regel von selbst und brauchen keine besondere Pflege. Einer frischen Maibowle im Frühjahr steht dann nichts mehr im Wege.