Berlin - Löwenzahn ist eine leckere Gemüsepflanze. Für einen Salat eignen sich milde Blätter besonders gut. Dafür empfehlen Experten eine spezielle Sorte und eine recht ungewöhnliche Zucht.

Viele Gärtner sehen in ihm nur ein lästiges Ärgernis, dabei ist Löwenzahn (Taraxacum officinale) eine wohlschmeckende Gemüsepflanze. Ein besonderer Vitaminlieferant ist das Kraut im Winter. Dann können die Wurzeln wie beim Chicorée zum Treiben angesetzt werden. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin empfiehlt besonders die Sorte \'Sperling Lyonell\' mit ihren breiten, mild schmeckenden Blättern.

Zum Treiben werden die im Sommer vorkultivierten Wurzeln des Löwenzahns im November ausgegraben und in einem Eimer mit Gartenerde eingelagert - am besten in einem kühlen Schuppen. Bei Bedarf können die Wurzeln dann zum Treiben herausgenommen werden.

Man kürzt die Wurzeln auf die gleiche Länge ein und stellt sie in einen Eimer. Dieser wird so hoch mit Wasser befüllt, dass die Wurzeln noch etwa fünf Zentimeter herausgucken. An einem dunklen Ort bei 15 bis 18 Grad kann der Löwenzahn nun austreiben. Sollten Keller oder Schuppen nicht dunkel genug sein, rät der BDG, die treibenden Wurzeln einfach mit einem Eimer abzudecken. Nach zwei bis sechs Wochen - abhängig von der Temperatur - lässt sich ein schmackhafter und äußerst gesunder Salat ernten.