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AfD Roi will gegen Rüge vorgehen

Retoure für die Retourkutsche: Daniel Roi will im Fall des Wutbriefes an den Landesvorstand nun den Bundesvorstand ins Boot holen.

06.08.2016, 17:36

Magdeburg (dpa) l Daniel Roi, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion in Sachsen-Anhalt, will die gegen ihn ausgesprochene Rüge seines Landesvorstands nicht hinnehmen. Er werde sich an den Bundesvorstand wenden, bei dem die abschließende Entscheidung liege, erklärte Roi am Samstag. Für ihn gehe es insbesondere darum, sich als Kreisvorsitzender öffentlich politisch äußern zu dürfen. Roi ist AfD-Chef im Kreis Anhalt-Bitterfeld.

Partei- und Fraktionschef André Poggenburg hatte am Freitag öffentlich gemacht, dass der AfD-Landesvorstand Roi und einigen anderen Parteimitgliedern eine Rüge ausgesprochen hatte. Roi habe einen von ihm verfassten Aufruf mit Kritik an der Parteiführung zunächst der Presse statt dem Vorstand gegeben, begründete Poggenburg den einstimmig beschlossenen Schritt.

Der von vielen AfD-Abgeordneten und Kreischefs unterzeichnete Aufruf hatte sich für eine stärkere Abgrenzung von Rechtsextremisten ausgesprochen. Er habe diese politische Äußerung Mitte Juni nach Absprache stellvertretend für die Erstunterzeichner veröffentlicht, erklärte Roi.