Dessau-Roßlau (dpa) l Im Prozess um die brutale Vergewaltigung und Tötung einer chinesischen Studentin schweigt die Mutter des Angeklagten. In einem Schreiben ihres Anwaltes erklärte sie, dass sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen würde. Die Vorsitzende Richterin Uda Schmidt verlas das Schriftstück am Dienstag am Landgericht Dessau-Roßlau. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten beantragt, die Mutter des angeklagten 21-Jährigen zu hören. Die Polizeibeamtin ist nach Einschätzung einer Amtsärztin aus gesundheitlichen Gründen nicht vernehmungsfähig. Das Gericht lehnte die Anträge nun ab.

Der Prozess soll am 18. Juli fortgesetzt werden. Angeklagt sind der 21-Jährige und seine gleichaltrige Ex-Partnerin. Sie sollen die 25-jährige Architekturstudentin am 11. Mai 2016 in eine leerstehende Wohnung gelockt, sie dort vergewaltigt und getötet haben. Die Leiche wurde zwei Tage nach der Tat in einem Gebüsch entdeckt.