Wanzleben (dpa) l Sturmtief "Egon" bisher in Sachsen-Anhalt nur wenig Schaden angerichtet. Entsprechende Meldungen halten sich in Grenzen, allerdings, so warnt der Deutsche Wetterdienst, ist die Gefahr auch noch nicht vorbei. So hat "Egon" an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden für erste Flugausfälle gesorgt. "Gestrichen wurde in Dresden eine Verbindung von und nach Frankfurt", sagte Flughafensprecher Christian Adler am Freitag. In Leipzig waren jeweils zwei Ankünfte und Abflüge von und nach Frankfurt betroffen. "Schuld ist das stürmische Wetter in Frankfurt", so Adler. Das Tief bringt Sturm und Schnee bis zum Samstagmorgen nach Angaben des Wetterdienstes auch nach Sachsen.

Für den weiteren Tagesverlauf meldet der Deutsche Wetterdienst weitere schwere Sturmböen, Schnee und Schneeverwehungen in Sachsen-Anhalt. Ab den Mittagsstunden soll kühlere Luft heranziehen, die leichten bis mäßigen Schneefall mitbringt. Dabei sind bis zum Nachmittag teils ergiebige Neuschneemengen zwischen 5 und 15 cm, örtlich bis 20 cm möglich (Unwettergefahr), wobei die höchsten Mengen im Harz sowie in der Nordhälfte Sachsen-Anhalts erwartet werden. Hier sind auch einzelne Gewitter möglich.

Bei kräftig wehendem Wind muss vor allem in der Südhälfte verbreitet mit Sturmböen bis 85 km/h gerechnet werden. Örtlich sind auch schwere Sturmböen um 100 km/h nicht ausgeschlossen. Auf dem Brocken treten Böen bis Orkanstärke um 120 km/h auf. In Lagen oberhalb 600 m kommt es zu teils erheblichen Schneeverwehungen. Am Abend kommen von Nordwesten her erneut leichte Schneefälle auf, die bis zum Samstagmorgen über das gesamte Land hinwegziehen.

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