Leipzig (dpa/muß) l Nach der Eiersuche im grünen Gras meldet sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Winter zurück. Kalte Luftmassen bringen verbreitet kräftige Schauer, wie Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Sonntag sagte. "Das Wetterradar sieht aus wie ein Streuselkuchen." Bei Temperaturen am Ostersonntag von sechs bis neun Grad gebe es bis ins Tiefland hinein Graupelschauer. In Lagen von 600 bis 700 Metern falle Schnee. "Oberhalb von 800 Metern bleibt er sogar liegen", berichtete der Meteorologe. "Dann ist eine Schneeballschlacht möglich."

In der Nacht zum Ostermontag wird es laut DWD noch kälter. Dann sinke die Schneefallgrenze auf 500 Meter ab, sagte Hain. "In den Mittelgebirgen wird es richtig weiß." Oberhalb von 600 Metern könne der Schnee liegenbleiben. In Höhenlagen sind laut Hain bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich. Autofahrer müssten sich auf glatte Straßen einstellen. Die Temperaturen sacken nach Ostern weiter ab. Laut Wetterdienst können in der Nacht zum Mittwoch Tiefstwerte von bis zu minus fünf Grad am Boden erreicht werden.

"Erst zum Ende der Woche schwächelt der Winter etwas", berichtete Hain. Eine solche Wetterlage sei für den April und Ostern nicht ungewöhnlich. "Der April weiß nicht, was er will."

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Und auch der Brocken im Harz begrüßte am Ostersonntag die Wanderer mit seiner rauhen Seite. Das Thermometer auf Norddeutschlands höchsten Berg zeigte am Mittag -5 Grad Celsius. Durch den starken Wind, der mit knapp 80 Kilometer pro Stunde über den Harzgipfel fegte, fühlte es sich jedoch viel winterlicher an. Sogar über Schnee konnten sich die Touristen freuen. Es reichte sogar für einen Schneemann.