Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landwirte gehen in diesem Jahr von einer guten Getreideernte aus. Insgesamt werde ein Ertrag leicht über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre erwartet, teilte der Bauernverband am Dienstag zum Erntebeginn mit. Die eingebrachte Menge dürfte je nach Region jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.

In weiten Teilen des Jerichower Landes und im Kreis Anhalt-Bitterfeld rechnet der Verband mit deutlich geringeren Erträgen, weil es dort viel zu wenig geregnet habe. Dagegen seien die Böden in der Börde, der Altmark und im Süden Sachsen-Anhalts gut durchfeuchtet worden. In manchen Regionen richteten die Unwetter der vergangenen Wochen aber auch Schäden an - bis zu 50 000 Hektar seien betroffen.

Bei Weizen erwarten die Landwirte einen Ertrag von 76 bis 78 Dezitonnen je Hektar, bei Wintergerste liegt die Schätzung bei rund 74 Dezitonnen. Beides entspricht in etwa den Vorjahreswerten. Bessere Ergebnisse könnte es beim Roggen mit einem Ertrag von 54 Dezitonnen je Hektar geben. Wegen vieler Schädlinge wurden die Hoffnungen beim Raps deutlich nach unten geschraubt.