Merseburg (dpa/sa) - Die Evakuierung für eine Bombenentschärfung in Merseburg ist angelaufen. Die Straßen des Gefahrenbereichs um den Fundort wurden seit 9.30 Uhr von der Polizei kontrolliert, wie die Sprecherin des Landkreises, Kerstin Küpperbusch, am Donnerstagmorgen mitteilte. Etwa hundert Polizisten waren vor Ort. Um die Mittagszeit wurden erste Erkenntnisse erwartet, wie die Entschärfung der Bombe erfolgen sollte. Die Sperrung sollte voraussichtlich bis in den Nachmittag andauern. Etwa 2000 Personen waren von der Evakuierung im Sperrradius von 500 Metern betroffen.

Der 2,5 Zentner schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten gefunden worden. Bombenfunde sind in Merseburg recht häufig. Die Alliierten hatten bei Luftangriffen die nahe gelegenen Chemiewerke Leuna und Buna im Visier, die für die Rüstungsindustrie gearbeitet hatte.