Berlin (dpa) - Geldboten in neun Bundesländern, darunter auch Sachsen-Anhalt, sind am Freitag in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Sie protestierten damit gegen das bisherige Lohnangebot der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen, die am Montag fortgesetzt werden. Wie viele Mitarbeiter sich an dem Warnstreik beteiligten, konnte die Gewerkschaft Verdi am Vormittag noch nicht angeben. Nach Angaben eines Sprechers arbeiten 6000 der insgesamt 11 000 Beschäftigten der Branche in den Ländern, in denen zum Warnstreik aufgerufen wurde. Dies sind Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern.

Verdi fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 1,50 Euro in der Stunde. Das entspricht nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) rund 12 Prozent. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben Erhöhungen zwischen 2 und 3 Prozent angeboten. Die Boten beliefern Geldautomaten, Bankfilialen und Einzelhändler mit Bargeld. Es sei deshalb möglich, dass einzelne Geldautomaten am Wochenende leer seien, hieß es sowohl bei Verdi als auch beim BDGW.