Magdeburg/Erfurt (dpa) - An den von Schimmel befallenen Orgeln in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sind vorerst keine Eingriffe geplant. Bei 50 untersuchten Instrumenten seien die Pilzarten bestimmt worden, und es habe sich herausgestellt, dass von ihnen keine Gesundheitsgefahr ausgeht, teilte die EKM mit. Die Pilze zerstörten auch das Holz nicht. Die genauen Ergebnisse des seit 2014 laufenden Forschungsprojektes zum Schimmelbefall an Orgeln in Mitteldeutschland sollten im Herbst vorliegen. Für den 20. und 21. November sei in Erfurt ein Kolloquium geplant. Danach werde der Abschlussbericht entstehen.

Das Forschungsprojekt für zusammen 260 000 Euro war auf den Weg gebracht worden, weil sich an zahlreichen Orgeln unterschiedlich stark Schimmel fand. Betroffen sind nicht nur alte Instrumente, sondern auch neuere. Es hat sich laut EKM gezeigt, dass neben den Klimaverhältnissen in den Kirchen auch die Beschichtungen auf den Oberflächen der Orgelpfeifen und -gehäuse eine Rolle spielen könnten. Vollständig geklärt sei das aber noch nicht.