Stendal/Berlin (dpa) - Dank mildem und feuchtem Wetter ist die Krötenwanderung deutschlandweit in vollem Gang. "Je nach Region sind jede Nacht bis zu 10 000 Amphibien unterwegs", sagte der Artenschutzexperte des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND), Magnus Wessel. Kröten, Frösche, Molche und andere Amphibien zieht es zur Paarung zurück in die Gewässer ihrer Geburt. Nach Angaben von Wessel wandern junge, unerfahrene Männchen als erste los. "Ältere Weibchen warten dagegen häufig noch ab, ob es noch einmal kalt wird." Anfang April erreiche die Krötenwanderung dann ihren Höhepunkt.

Bei den Naturschutzverbänden kümmern sich viele Freiwillige darum, dass die Tiere bei ihrer Wanderung nicht unter die Räder kommen. "Wir haben schon vor vier Wochen Zäune an vielen Landstraßen aufgestellt", sagte Peter Neuhäuser, Chef des Nabu-Kreisverbands Stendal in Sachsen-Anhalt. Jeden Morgen sammelten die Freiwilligen entlang der Zäune mehrere Hundert Kröten ein, um sie über die Straße zu tragen.

Nabu zur Krötenwanderung