Essen (dpa) - An Essener Heimkindern sollen nach Recherchen von Experten Ende der 50er Jahre Medikamente getestet worden sein. Das berichten das ARD-Magazin Fakt und der WDR. Demnach hatten 28 Kinder im katholischen Franz-Sales-Haus das beruhigende Neuroleptikum Decentan bekommen, das nach Angaben von Arzneimittelexperten typischerweise bei Psychosen oder Schizophrenien eingesetzt wird. Als Folgen vermutlich zu hoher Dosierungen wurden unter anderem Schrei- und Blickkrämpfe oder auch psychische Veränderungen festgehalten. Die Ergebnisse gehen auf Recherchen im Archiv des Pharmaunternehmens Merck zurück.