Ankara (dpa) - Nach der Verfassungsreform, die im türkischen Parlament debattiert wird, könnte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan womöglich bis zum Jahr 2034 an der Macht bleiben. Zwar sollen Amtszeiten auch in dem geplanten Präsidialsystem auf zwei begrenzt sein. In Artikel 11 der Änderungen heißt es aber: "Sollte das Parlament in der zweiten Amtsperiode des Präsidenten Neuwahlen beschließen, kann der Präsident noch einmal kandidieren." Ein Abgeordneter der Oppositionspartei CHP sagte: "Der Artikel 11 wurde für einen Anführer entworfen, der immer an der Macht bleiben will."