David Coulthard stieg Ende des letzten Jahres aus der Formel 1 aus. Nun drückt ihn akute Langeweile - folgt schon bald der Einstieg in die DTM?

Die Liste ehemaliger Formel-1-Fahrer in der DTM ist lang. Angefangen hat alles mit Jean Alesi, es folgten Mika Häkkinen und Heinz-Harald Frentzen, in den letzten beiden Jahren machte Ralf Schumacher die populäre Tourenwagenserie unsicher. Seine Zukunft gilt weiterhin als unsicher, seine Leistungen waren meist zu schwach und wenig konstant. Vom angestrebten Podestplatz war Schumacher bis zum Schluss weit entfernt - wird er nun schon im kommenden Jahr von David Coulthard ersetzt?

Der Schotte zeigte sich bei einem Besuch zumindest sehr begeistert von der DTM - und er vermisst das Rennfahren, wie er zuletzt beim Race of Champions in Peking erneut betonte. "Die Autos sehen einfach toll aus. Sie sind schwierig zu fahren, aber sie sind toll", berichtet Coulthard gegenüber dem sid. "In der Formel 1 redet man über Doppeldiffusoren. Die DTM-Autos scheinen hinten gleich 15 Diffusoren zu haben. An den Autos hängt ziemlich viel Technologie."

Als Frührentner scheint sich der 13-fache Grand-Prix-Sieger einfach zu unwohl zu fühlen. Außerdem sind die Kontakte zu Mercedes, seinem ehemaligen Teamkollegen Häkkinen und den Briten in der DTM ziemlich gut. ITR-Boss Hans-Werner Aufrecht macht zudem kein Geheimnis daraus, dass er den Schotten gerne in der DTM sehen würde. "Ich wünsche mir einen David Coulthard in einem DTM-Auto. Er wäre eine große Bereicherung für die DTM, denn wir brauchen vor allem für die Auslandsrennen Heros."

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