Trotz einer erneuten Nullrunde und Meisterschaftsrang acht blickte Tom Kristensen in Hockenheim versöhnlich auf seine DTM-Karriere zurück.

Selten konnte von skandinavischer Ruhe und Gelassenheit die Rede sein, wenn Tom Kristensen ein enttäuschendes Rennen erlebt hatte. Der Däne machte aus seiner Verärgerung keinen Hehl, wenn er sich - wie in den vergangenen beiden Jahren so oft - unverschuldet aus den Punkten gedrängt sah. Umso mehr überraschte Kristensens Ausgeglichenheit nach seinem finalen Auftritt im Tourenwagen. "Für mich ist es das letzte Rennen gewesen - da brauche ich nicht über Kleinigkeiten zu reden", wollte sich der vierfache DTM-Rennsieger nicht über die erneute Nullrunde beschweren.

Nachdem er sich noch in Barcelona unversöhnlich mit den Entscheidungen der Rennleitung gezeigt hatte, zog er nun eine positive Bilanz: "Ich hatte sechs gute Jahre in der DTM, dank Audi und den Kemptener Jungs von Abt. Ich hatte sechs Jahre ein hervorragendes Auto. Das war auch heute so." Dass es nach dem Auftaktsieg in Hockenheim bei mageren 21 Punkten in der Gesamtwertung blieb, war im erneuten Pech des achtfachen Le-Mans-Siegers begründet. "Leider bin ich zweimal umgedreht worden. Das hat dem Endergebnis nicht geholfen."

Doch nachdem er seine Titelhoffnungen in dieser Saison schon früh hatte begraben müssen, stand für Kristensen bei seinen letzten DTM-Runden der Fahrgenuss im Mittelpunkt. "Ich hatte viele Zweikämpfe mit verschiedensten Autos. Nachdem ich in der ersten Runde in der Spitzkehre getroffen wurde, hatte ich viele schöne zwei Kämpfe - aber der zweite Schlag auf die Hinterachse war etwas zu viel", sagte Kristensen, der von Platz fünf aus hoffnungsvoll ins Rennen gestartet war. "Nach der Safety-Car-Phase wollte ich eine Lücke nutzen, die Maro Engel offen gelassen hatte, aber da wurde ich auch schon getroffen." Künftig kehrt Kristensen zurück in Regionen, wo es weniger hitzig zur Sache geht: "In Zukunft liegen die Prioritäten bei Le Mans und bei den Sportwagenrennen."

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