Die Teamkollegen sorgten für den großen Erfolg, Ralf Schumacher hielt sich bedeckt im Windschatten.

Drei Mercedes-Piloten auf dem Podium, der beste Jahreswagen-Fahrer auf Platz vier und ein großes Desaster bei Audi - das waren die absoluten Top-Themen des neunten Saisonlaufs der DTM in Dijon. Beinahe unbeobachtet fuhr Ralf Schumacher ein solides Rennen, profitierte von den Reifenschäden an den Autos von Ekström und Kristensen und sicherte sich mit Platz fünf das bisher beste DTM-Resultat seiner Karriere.

"Dicht vor mir mein Kollege Green, hinter mir attackierte mich Timo Scheider, immer wieder versuchte er mich zu überholen, allerdings ohne Erfolg", schilderte Schumacher die Kernpunkte des 52 Runden langen Rennens auf seiner Webseite. Später erhielt er sogar ein Lob von Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug, schließlich wehrte er alle Angriff von Titelkandidat und Mercedes-Gegner Timo Scheider ab, der so sieben Punkte auf Gary Paffett verlor.

Als Schumacher über die Ziellinie fuhr, war die Freude groß. "Über Funk hatten die Teamkollegen mir bereits das tolle Rennergebnis mitgeteilt", erinnert sich der Familienvater. "Einfach toll, dass ich auch mit meinem bisher besten Ergebnis dazu beitragen durfte. Großer Dank, Daumen hoch an die gesamte Mannschaft."

Alarmsignale für Mercedes

Größere Probleme mit den Reifen, wie sie bei Audi auftraten, hatte der ehemalige Formel-1-Pilot jedenfalls nicht. "Mein Mercedes lief wirklich sehr gut, und durch meine konstanten Rundenzeiten konnte ich mit der Spitze mithalten." Als einer der letzten Fahrer bog Schumacher zum ersten Boxenstopp ab, neue Reifen waren da dringend nötig, der späte Stopp erleichterte aber das spätere Rennen. "Wir wussten, dass der Umgang mit den Reifen einer der wichtigen Kriterien zum Rennerfolg darstellen könnte. Nach dem zweiten Boxenstopp ging auf einmal alles ganz schnell, die ersten Audis flogen mit Reifenschäden von der Strecke. Natürlich war das auch ein Alarmsignal für uns Mercedes Fahrer."

Schon im Qualifying konnte Schumacher überzeugen. Zwar verpasste er das Finale, hielt aber bis dahin gut mit seinen drei Teamkollegen mit und schüttelte Gary Paffett sogar ab. "Wir waren super gut drauf. Endlich mal ein Ergebnis welches unserem Auto und der Arbeit meines Teams gerecht wurde", freute sich Schumacher über Rang sechs, seinen bisher besten Startplatz. In etwas mehr als einer Woche steht die Rückkehr zum Hockenheimring an - wie schlägt sich Schumacher dann?

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