Für Audi spielen Le Mans und DTM eine wichtige Rolle. Der Oktober wird ganz im Zeichen der Tourenwagen stehen.

Zwar hat Audi in diesem Jahr nicht mehr an der kompletten Saison der American Le Mans Serie teilgenommen, trotzdem umfasste das Sportwagen-Programm der Ingolstädter drei große Rennen: die zwölf Stunden von Sebring, den legendären Klassiker in Le Mans und der kleine Bruder Petit Le Mans auf dem Rundkurs Road Atlanta. Ganz nebenbei startet die Truppe von Dr. Wolfgang Ullrich 2009 auch noch bei zehn DTM-Läufen.

"Wenn dieses Rennen vorüber ist, dann ist Audis Priorität die DTM", sagte Motorsportchef Ullrich nach dem Petit Le Mans gegenüber unseren Kollegen von Autosport. "Wir hatten schon immer zwei Programme nebeneinander laufen und man kann keinem der beiden mehr Priorität zuordnen, denn wenn man in einer Kategorie nicht gewinnen will, braucht man dort nicht hinzugehen. Für die Leute, die an dem Projekt arbeiten, muss es immer eine Priorität geben."

Neben Audi geht in der DTM mit Mercedes ein weiterer Hersteller an den Start, der fest in ein großes Motorsport-Projekt eingebunden ist. Seit über zehn Jahren beliefern die Stuttgarter das englische McLaren-Team mit Formel-1-Motoren. Auch BMW, ein möglicher neuer Hersteller für die Saison 2011, war bisher mit Formel 1 und Tourenwagen-WM viel beschäftigt - was wird sich mit dem Ausstieg aus der Königsklasse ändern?

"Eine neue Marke, wenn es eine starke ist und sie nach den DTM-Gesetzen fahren können, ist immer willkommen", berichtete Ullrich am Wochenende. "Ich bin mir sehr sicher, dass BMW das machen könnte, aber es ist ihre Entscheidung, was sie tun. Ein dritter Hersteller, oder sogar ein vierter, ist willkommen, aber es funktioniert auch mit zwei Marken."

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