Ein bisschen zu schnell in der Boxengasse und schon rückten Punkte in weite Ferne. Ralf Schumacher ging wieder leer aus.

Mit dem soliden Resultat vom Nürburgring im Rücken, wollte Ralf Schumacher eigentlich auch im britischen Brands Hatch punkten. Doch aus einem erneuten Top-8-Resultat wurde nichts, der ehemalige Formel-1-Pilot ging wieder leer aus - schon zum fünften Mal in der laufenden Saison. Nach sieben Rennen in diesem Jahr liegt er nur auf der zwölften Position, womit sogar vier Jahreswagen-Fahrer besser platziert sind als der Mercedes-Star.

Dabei sah es in Brands Hatch zeitweise gar nicht so schlecht aus. "Der Start gelang mir sehr gut. Ich konnte sofort einen Kollegen überholen und meine Rundenzeiten waren vergleichbar mit denen der Spitze", berichtet Schumacher auf seiner Webseite. Nach dem ersten Boxenstopp lag er sogar kurzfristig auf Punktekurs, bis ihn ein kleiner Fehler stoppte. "Ich fuhr zu schnell durch die Box und kassierte umgehend eine Durchfahrtsstrafe", ärgert sich der Neuwagen-Fahrer.

"Auf Platz 14 musste ich mich wieder einordnen. Aber es lagen noch viele Runden vor mir und es kann immer viel passieren. Genau so kam es, vor und hinter mir gab es immer wieder kleine Rempeleien, und so konnte ich einige Plätze gut machen", so Schumacher. Durch eine Safety-Car-Phase, ausgelöst durch einen Unfall von Mathias Lauda, schloss Schumacher dann die Lücke zu den vor ihm fahrenden Piloten.

"Nach dem Restart überholte ich Winkelhock, kollidierte leicht mit ihm und beim Querstehen erwischte ich leider auch Maro Engel, es war ein normaler Rennunfall, dem ein weiterer Safety-Car-Einsatz folgte." Auch wenn der Rückstand auf Oliver Jarvis am Ende verschwindend gering war - mit Platz neun landete Schumacher erneut außerhalb der Punkte. Nun blickt der Mercedes-Star voraus und freut sich auf das Rennen in Barcelona, wo er im Vorjahr als Siebter gewertet wurde.

"Der Kurs liegt nordwestlich der Metropole Barcelona bei der Stadt Montmeló. Die Strecke wurde 1991 gebaut, seitdem war sie Austragungsort des Formel-1-Grand-Prix von Spanien und des MotoGP-Rennens", weiß der Wahl-Österreicher. "Außerdem nutzen viele Formel-1- und DTM-Teams den hochmodernen Kurs als Teststrecke. Die besonders milden Temperaturen im Winter machen es uns möglich hier ausgiebig zu testen."

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