Auch wenn Timo Scheider und Mattias Ekström überraschend schlecht abschnitten, durfte sich die Audi-Mannschaft um Dr. Wolfgang Ullrich als Sieger fühlen.

Seit Martin Tomczyks Sieg 2006 schien Barcelona kein gutes Pflaster mehr für Audi zu sein: Auf das Rennaus für die beiden Titelkandidaten Tomczyk und Mattias Ekström 2007, auf das ein handfester DTM-Eklat folgte, mussten sich die Ingolstädter nahe der spanischen Metropole auch 2008 geschlagen geben. "Wir haben eines der spannendsten Qualifyings dieser Saison gesehen", konstatierte Dr. Wolfgang Ullrich diesmal jedoch zufrieden. So war beim Zeitfahren auf die scheinbare Fortsetzung der Audi-Dominanz die Rückmeldung der HWA-Mercedes gefolgt, bevor sich am Ende in Tom Kristensen erneut ein Audi-Pilot durchsetzte.

Das Qualifying endete für den Audi-Sportchef versöhnlich, obwohl die beiden Titelkandidaten Timo Scheider und Mattias Ekström mit den Startplätzen sechs und sieben vorlieb nehmen mussten: "Ich freue mich natürlich sehr, dass Tom am Schluss ganz vorne war. Es hatte schon Stimmen gegeben, dass er in den letzten DTM-Rennen seiner Karriere nicht mehr so motiviert sein könnte, aber das ist ganz sicher nicht der Fall." Auch Martin Tomczyk war erneut zur Stelle, als die beiden Speerspitzen des Teams schwächelten.

"Martin hat seine konstante Form der letzten Rennen bestätigt. Er ist zurück, nachdem er zu Saisonbeginn Probleme hatte", stellte Ullrich zufrieden fest. Mit einer starken fliegenden Runde zum Ende der dritten Session hatte Tomczyk dafür gesorgt, dass Hauptrivale Gary Paffett der Einzug in die vierte Session ebenso verwehrt bleib wie Scheider und Ekström. "Timo und Mattias sind ihre Runden nicht ganz so gut gelungen. Es hat einen Unterschied gemacht, wie Fahrer und Renningenieur auf die seit dem freien Training stark gestiegenen Temperaturen reagiert haben."

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