Tom Kristensen glaubte bereits, den Start gewonnen zu haben. Dann jedoch tauchte Timo Scheider im Rückspiegel auf...

Bereits Tom Kristensens DTM-Statistik mit vier Siegen und neun Pole Positions deutet an: Die Starts gehören nicht zu größten Stärken des Dänen. Doch auch dann, wenn Kristensen ein guter Start gelingt, ist das keine Sieggarantie. "Es war eine große Überraschung. Ich war froh, dass ich di Resta hinter mit gehalten habe, aber dann sah ich Timo im Rückspiegel", sagte Kristensen mit Blick auf seinen Kampf gegen von den Platz zwei aus startenden HWA-Piloten Paul di Resta, der vom heranschießenden Timo Scheider ablenkte.

Gegen den Blitzstart des amtierenden Champions war so auch der Pole-Inhaber machtlos: "Timo hat das Rennen am Start gewonnen. Mein Start war gut, aber offensichtlich nicht gut genug." Nachdem Scheider den achtfachen Le-Mans-Sieger noch vor der zweiten Kurve endgültig passiert hatte, fuhr Kristensen einem ungefährdeten zweiten Platz entgegen. Dem zwischenzeitlichen Druck durch Teamkollege Martin Tomczyk hielt Kristensen souverän stand.

Obwohl es nicht zum fünften und vermutlich letzten Rennsieg vor Kristensens DTM-Karriereende in Hockenheim reichte, war der zweite Platz für ihn ein Befreiungsschlag. Zu oft war der älteste DTM-Pilot im Feld in diesem Jahr schon in aussichtsreicher Position in teils unverschuldete Probleme geraten. "Wir haben heute gezeigt, wie gut unsere Fahrtzeugperformance ist. Paul wurde im Rückspiegel immer kleiner, aber auch ich habe Zeit gegen Timo verloren", musste Kristensen gestehen - der mit Blick auf die Konkurrenz Selbstbewusstsein zeigte: "Mercedes macht die besten Motoren in der Formel 1, aber Audi baut die besten Autos."

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