Zwar reichte es für Martin Tomczyk in Barcelona anders als 2006 nicht zum Sieg. Doch auch mit dem vierten Podestplatz in Folge konnte er sich anfreunden.

Während Tom Kristensen als Pole-Inhaber ohnehin im Rampenlicht stand und Timo Scheider den wohl bemerkenswertesten Start dieser Saison in den Asphalt brannte, war es um Tomczyk zunächst ruhig. Er hielt seine Position im Mercedes-Sandwich aus Paul di Resta und Gary Paffett, musste sich aber gegen Scheider kampflos geschlagen geben. "Das Lustige ist, dass ich gar nicht realisiert habe, dass Timo als Erster durch die erste Kurve ging. Ich war zu beschäftigt im Kampf gegen Paul und Tom. Es war unglaublich, als ich sah, dass Timo als erster in der dritten Kurve war", sagte Tomczyk mit Blick auf seine späte Erkenntnis beim Start.

Zunächst bewies sich der Bayer im Kampf gegen die HWA-Mercedes. Zwar schloss Tomczyk schnell zum vor ihm auf Platz drei liegenden di Resta auf, doch auch von hinten drohte noch Ungemach: "Am Anfang hat Gary noch Druck auf mich machen können, aber nach drei bis vier Runden wurden die Rundenzeiten der Mercedes schlechter." Anschließend brachte Martin Tomczyk seinen späteren dritten Platz noch während der ersten Boxenstoppphase unter Dach und Fach: "Nach Pauls Stopp konnte ich Boden auf ihn gutmachen und habe mir in kürzester Zeit den nötigen Vorsprung erarbeitet, um nach dem Stopp vor ihm zu bleiben."

Mit dem vierten Podestplatz in Folge muss sich Tomczyk nun auch im Vergleich mit seinen Teamkollegen nicht mehr verstecken. Der heutige Bronzerang brachte ihm zudem Platz vier in der Meisterschaft ein - vorbei an di Resta und Bruno Spengler: "Auch ich habe einige Schritte in der Meisterschaftstabelle gemacht. Ich bin glücklich für das Team und mit meinem dritten Platz."

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