Jubel über den fast sicheren Titelgewinn wusste sich Dr. Wolfgang Ullrich zu verkneifen. Der Audi-Sportchef freute sich allein über das Rennergebnis.

Bei der Annahme von Gratulationen differenzierte Dr. Wolfgang Ullrich sorgsam: Während er Glückwünsche zum Dreifachsieg freudig zur Kenntnis nahm, wies er die Gratulation zum Meisterschaftsgewinn trotz eines Vorsprungs von 14 Punkten von Timo Scheider auf Mercedes-Pilot Gary Paffett zurück. "Ich freue mich über das Ergebnis, weil es eine tolle Mannschaftsleistung war", sagte der Audi-Sportchef nach dem vierten Saisonsieg der Ingolstädter.

Auch Ullrich konnte zunächst kaum fassen, was er während der ersten Sekunden des Rennens sah: "Dass Timo einen solchen Megastart macht, sollte er sich aufzeichnen - der wird ihm kein zweites Mal gelingen. Timo hat aber auch den entsprechenden Speed gehabt und ist die schnellste Runde gefahren." Nicht nur der amtierende Champion sorgte für Genugtuung: "Auch Tom Kristensen und Martin Tomczk waren gut unterwegs."

Probleme nur bei Ekström

Sorgenkind des Rennens war für Dr. Wolfgang Ullrich jedoch Mattias Ekström, dessen Erfolgsbilanz auf dem Circuit de Catalunya weiterhin dürftig bleibt. "Mattias Ekström hatte anfangs einen Flick verloren und somit nicht ganz die Performance. Wir haben es deshalb mit zwei sehr langen ersten Stints versucht", erläuterte Ullrich. "Am Ende hat er gegen Gary einen sehr optimistischen Versuch gewagt und einen Platz einen Bruno verloren."

Mit Blick auf die Meisterschaftstabelle bildete Ekströms eher unglückliches Rennen jedoch nur einen Wermutstropfen. "Für die Meisterschaft ist das ein großer Schritt", gestand Ullrich. "Aber die Meisterschaft ist noch nicht eingefahren. Bei der Performance, die Mercedes hat, haben wir noch einige Arbeit vor uns."

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