Schon früh verfinsterte sich die Laune von Norbert Haug: Dass das Nürburg-Rennen für Mercedes noch zum Erfolg würde, schien schon froh ausgeschlossen.

Enttäuschung am Samstag, Jubel am Sonntag: Diese bei Mercedes von den Wochenenden in Klettwitz, Nürnberg und Zandvoort wohlbekannte Abfolge wollte sich am Nürburgring nicht wiederholen. "Es ist enttäuschend, dass Gary in der ersten Kurve umgedreht wurde. Das ist nicht nötig und kann verhindert werden. Er war Letzter und ist am Ende noch Achter geworden. Das zeigt, was für ihn möglich gewesen wäre", beklagte Norbert Haug den Fehler von Audi-Pilotin Katherine Legge in der ersten Kurve.

Für den Mercedes-Sportchef waren am Nürburgring nur wenige Lichtblicke zu verzeichnen. "Ralf ist ein starkes Rennen gefahren - abgesehen von seinem waren aber alle neuen Autos beschädigt. Bruno hatte Probleme und Paul schied sogar aus. Das passiert, sollte aber nicht passieren", sagte Haug, sah die Gründe des heutigen Abschneidens aber nicht nur im Verhalten der Audi-Piloten: "Wir hatten nicht die Pace, um den Sieg zu kämpfen, aber wir hätten besser abschneiden können. Ein weiteres Handicap ist das Gewicht, das sich nun aber für das nächste Rennen ausgeglichen hat."

So hofft Haug, anders als diesmal mehr als nur zwei positive Überraschungen zu erleben. "Ralfs Leistung ist noch nichts, was mich in Jubel ausbrechen lässt, aber er hatte ein intaktes Auto und was er daraus gemacht hat, kann sich sehen lassen. Über die 48 Runden gesehen war er auf dem Level seiner Teamkollegen", sagte der Mercedes-Sportchef - und fand auch für den heute erfolgreichsten Mercedes-Piloten lobende Worte: "Jamie hat einen tollen Job gemacht. Es ist eine tolle Leistung, im Jahreswagen Fünfter zu werden."

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