Auch auf dem Nürburgring machte Jamie Green mit dem besten Mercedes-Ergebnis das Alter seines Dienstwagens vergessen.

Als Jamie Green vor einem Jahr auf dem Nürburgring antrat, befand sich der Engländer mitten im Meisterschaftskampf: Mit einem dritten Platz hielt sich Green als künftiger DTM-Champion im Gespräch - um ein Jahr später nur noch im Jahreswagen brillieren zu dürfen. Mit Platz fünf fuhr Green dennoch bereits zum zweiten Mal in dieser Saison das beste Rennergebnis eines Mercedes-Piloten ein. "Wir haben in diesem Jahr trotz allem drei von sechs Rennen gewonnen; das ist eine gute Bilanz. Aber Audi war heute sehr stark", musste der Meisterschaftsvierte von 2008 eingestehen.

Dabei kam Jamie Green mit der Konkurrenz aus Ingolstadt heute eher selten in Berührung: Vielmehr setzte sich der Brite gegen die markeninterne Konkurrenz durch. "Bester Mercedes zu sein, ist eine Überraschung, nachdem ich nur von Platz elf gestartet bin. Ich war mitten im Getümmel; es war alles möglich. Ich sah viele Teile umherfliegen, habe versucht, heil dadurch zu kommen und konnte Plätze gutmachen", sagte Green, der am Ende von den Blessuren an Bruno Spenglers Neuwagen profitierte, den Kanadier passierte und so bis auf Rang fünf vorrückte.

So verschaffte sich der frühere HWA-Pilot sein zweitbestes Saisonergebnis: "Das Auto lief gut, ich hatte keinen hohen Reifenverschleiß und kam konstant nach vorne." Aus Jahreswagenreihen fuhr lediglich Markus Winkelhock im Rosberg-Audi ein noch besseres Ergebnis ein. Doch Green vergaß nicht, auf Winkelhocks gewichtige Vorteile hinzuweisen: "Bei diesem engen Wettbewerb machen zehn Kilogramm schon einen Unterschied. Aber beim nächsten Mal treten wir ja wieder mit gleichem Gewicht an. Ich bin zufrieden mit unserer heutigen Leistung."

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