Die Vorarbeit von Nürburgring-Sieger Martin Tomczyk brachte auch Timo Scheider zum Erfolg. Nach der gelungenen Setup-Adaption erlebte er ein souveränes Rennen.

Weit weniger als im vergangenen Jahr steht Timo Scheider im Rampenlicht - doch die Resultate bleiben die gleichen: Dass Scheider an der Spitze der Meisterschaftstabelle steht, wundert nach seinem Triumphjahr 2008 niemanden mehr. So konnte sich Scheider gut damit arrangieren, dass auch heute ein anderer Kollege im Mittelpunkt des Interesses stand. "Martin war der Mann, den es zu schlagen galt. Er war überall und zu jeder Zeit unglaublich schnell", zollte Scheider seinem siegreichen Teamkollegen Respekt.

Nachdem das letztjährige Qualifying-Ass gestern nur drittbester Audi-Pilot geworden war, lief auch am Sonntagmorgen noch nicht alles nach Wunsch: "Ich hatte heute morgen Probleme und habe deshalb mein Setup an das von Martin angeglichen. So konnten wir ihm unter Rennbedingungen folgen. Ich bin glücklich mit Platz zwei, gerade im Hinblick auf heute Morgen." Ebenso wie Tomczyk hatte Scheider ein eher unspektakuläres Rennen erlebt, nachdem das Getümmel der Startphase überstanden war.

"Der Start war gut; durch das Gerangel von Eki und Bruno kam ich vorbei auf Platz zwei. Dann konnte ich ein souveränes Rennen fahren, denn auch die Boxenstopps waren gut getimt", sagte der amtierende Champion, der seine Position vor Teamkollege Mattias Ekström behaupten konnte. Nachdem Scheider in der Meisterschaftstabelle zwischenzeitlich bis auf Rang vier zurückgefallen war, blickt er nun optimistischer in die Zukunft: "In der DTM muss alles zu 100 Prozent funktionieren. Es ist ein gutes Gefühl, die Meisterschaftsführung zurückerobert zu haben."

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