So spannend wie jetzt war es in der DTM schon lange nicht mehr. In der Eifel will Audi den 51. DTM-Sieg holen und zurück an die Tabellenspitze.

Auf dem Nürburgring beginnt am 16. August die zweite Saisonhälfte der DTM. Mattias Ekström kommt punktgleich mit Tabellenführer Gary Paffett in die Eifel. Nur einen Punkt dahinter lauert mit Titelverteidiger Timo Scheider ein weiterer Audi Fahrer ? enger geht es kaum noch. Wäre Timo Scheider nicht nachträglich der achte Platz von Zandvoort aberkannt worden, hätten sogar drei Piloten je 28 Zähler auf ihrem Konto. Doch auch so ist es eine Premiere: Zwei punktgleiche Fahrer nach den ersten fünf Rennen gab es in der "neuen" DTM noch nie. Am knappsten war es bisher 2003, 2005 und 2008, als jeweils ein Punkt den Tabellenführer und seinen engsten Verfolger trennte.

Für Mattias Ekström ist die Ausgangsposition keineswegs ungewohnt: Bei seinen beiden Meistertiteln 2004 und 2007 lag der Schwede aus dem Team Abt Sportsline bei Halbzeit jeweils auf dem zweiten Platz - so wie jetzt. Dabei würde Ekström die Tabelle ziemlich deutlich anführen, hätte ihn beim Saisonauftakt in Hockenheim nicht zwei Runden vor Schluss ein Reifenschaden den Sieg gekostet. Acht Punkte verlor der Schwede dadurch.

Offene Rechnung aus 2008

Ekströms Bilanz der ersten Saisonhälfte ist dennoch beeindruckend: Zweimal startete er von der Pole Position, dreimal aus der ersten Reihe, viermal stand er auf dem Podium. Und als einziger Fahrer im gesamten Starterfeld führte der Audi Pilot in jedem der bisherigen fünf Rennen mindestens eine Runde - insgesamt 66. Noch mehr Führungsarbeit leistete nur Titelverteidiger Timo Scheider, der bisher 85 Runden auf Platz eins lag und in Oschersleben seinen ersten Saisonsieg feierte.

Aus dem Vorjahr hat die Mannschaft um Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich noch eine offene Rechnung, als ein Reifenpoker gründlich daneben ging und von den Startplätzen eins bis drei nur ein fünfter Platz heraussprang. Dass es in der Eifel erneut regnet, ist - statistisch gesehen - ziemlich wahrscheinlich: In den vergangenen vier Jahren war zumindest ein Tag des DTM-Wochenendes am Nürburgring verregnet. 2005, 2006 und 2008 sorgten Regenschauer auch am Renntag für zusätzliche Spannung.

Genauso wahrscheinlich ist es übrigens, dass Audi den Sieg holen wird. Seit 2004 wechselten sich Mercedes und Audi in der Eifel mit Siegen ab, dem Gesetzt der Serie folgend sind die Ingolstädter danach wieder an der Reihe. Für Ekström, Scheider und Co spricht außerdem das geringere Gewichtshandicap: die aktuellen A4 sind zehn Kilogramm leichter als ihre Gegenüber aus Stuttgart.

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