Als die Audi-Neuwagen scheiterten, war Oliver Jarvis hellwach: Der Brite schielt auf ein weiteres Podestergebnis - und empfiehlt sich als Kristensen-Nachfolger.

Bereits in seinem Debütjahr 2008 hatte Oliver Jarvis immer wieder aufhorchen lassen - und dabei seinen im Jahr zuvor so umjubelten Teamkollegen Alexandre Prémat zuweilen blass aussehen lassen. Auch in diesem Jahr hat der von der Performance Jarvis\' teils verunsichert wirkende Franzose dem Briten nicht viel entgegenzusetzen. Dort, wo Prémat 2007 beinahe einen Sieg im Phoenix-Jahreswagen eingefahren hätte, sorgte Jarvis für die Sensation: Die erste DTM-Pole eines Jahreswagenpiloten.

"Ich würde nicht sagen, dass der alte Audi besser ist als der neue", sagte Jarvis mit Blick auf die heute umgedrehte Hierarchie von 2009er- und 2008er-Boliden. "Ich hätte gern ein neues Auto, aber auch meines ist super. Ich war schon heute Morgen sehr zuversichtlich. Für mich und das ganze Team ist das ein tolles Resultat." Ein Resultat, das den ersehnten Neuwagen für Oliver Jarvis ein Stück näher rücken lässt.

Scheiders gute Vorlage

"Wir haben den Vorteil, dass wir das Setup vom letzten Zandvoort-Rennen übernehmen können. Mit Timos letztjährigem Setup war das Auto gleich sehr gut", berichtete der Phoenix-Pilot von einer vergleichsweise einfachen Abstimmungsarbeit. "Ich wusste, dass die Pole nicht unmöglich ist - die Top 4 war mein Ziel. Zuletzt hatte ich zwei schlechte Rennen. Jetzt hoffe ich auf viele Punkte."

Nach seinem Podestplatz in Hockenheim will Jarvis seine Erfolgsbilanz auf der Audi-Paradestrecke Zandvoort weiter verbessern. Die hinter ihm lauernden Gary Paffett und Bruno Spengler in ihren longrun-starken HWA-Mercedes unterschätzt er dabei nicht: "Ich muss einen guten Start schaffen, hochkonzentriert die erste Kurve angehen und den Mercedes das Leben schwer machen. Denn sie sind sehr stark im Rennen."

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