Timo Scheider kommt mit einem minimalen Vorsprung nach Zandvoort. Die Führung will er dort unbedingt verteidigen.

Obwohl er den Sieg auf dem Norisring kurz vor dem Rennende verlor, kommt Timo Scheider als Tabellenführer zum vierten Saisonlauf der DTM. Der Vorsprung des amtierenden Champions ist vor dem Rennen in Zandvoort allerdings auf ein Minimum geschrumpft: nur noch einen Zähler trennen ihn und seinen härtesten Verfolger Bruno Spengler. Dass Scheider auf dem Dünenkurs gute Chancen hat, seine Tabellenführung zu verteidigen oder auszubauen, scheint sehr wahrscheinlich - zu überlegen war Audi an der Nordsee in den letzten Jahren...

"Zandvoort gehört zu meinen Lieblingsstrecken - vielleicht ist es sogar meine allerliebste Strecke. Ich bin dort immer gute Rennen gefahren", fügt Scheider hinzu. Selbst mit einem unterlegenen Opel kämpfte er vor einiger Zeit lange um den Sieg, bis ihn ein Fehler beim Boxenstopp unsanft stoppte. "Der Kurs hat mit seinen vielen mittelschnellen und schnellen Kurvenkombinationen seinen speziellen Reiz ? auch aufgrund des Sandes und des Windes, der vom Strand kommt. Wir haben das in den letzten Jahren immer ganz gut geregelt bekommen, und ich bin auch dieses Mal sehr zuversichtlich."

Die Ziele von Scheider sind klar gesteckt: "Ich freue mich, als Tabellenführer nach Zandvoort zu kommen, und würde gerne mit mehr als einem Punkt Vorsprung wieder abreisen." Auch sein Markenkollege Tom Kristensen führte die Tabelle nach dem Auftaktsieg in Hockenheim bereits an. Nach zwei schwächeren Rennen ist der Däne allerdings bis auf die sechste Position zurückgefallen. Sein Rückstand ist mit sechs Zählern dennoch nicht allzu groß.

"Ich freue mich wie immer auf Zandvoort - ich denke, da bin ich nicht der einzige Fahrer", so der DTM-Aussteiger. "Generell bin ich froh, dass jetzt endlich wieder richtige Rennstrecken kommen, die viel besser zu einem DTM-Auto passen als die letzten beiden." Gerade seinem Audi A4 sollte die Strecke in Zandvoort um einiges besser liegen. Letztes Jahr schaffte es Kristensen sogar als Dritter auf das Treppchen.

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