Bruno Spengler und Jamie Green sind momentan die zwei hellsten Sterne. Wie schlagen sie sich beim nächsten Rennen in Zandvoort?

Nach zwei Rennen auf Strecken, die ihrem Auto sehr entgegen kamen, begeben sich die Mercedes-Piloten für das vierte Rennwochenende der DTM-Saison 2009 an die holländische Nordseeküste. In den vergangenen Jahren dominierte Audi, gewann mehrere Rennen hintereinander und triumphierte sogar mit vier Fahrzeugen in Front.

"Dass wir nach zwei Siegen in bisher drei Rennen 10 Kilo schwerer als unsere Konkurrenz sind, macht unsere Aufgabe nicht leichter - aber ich sehe diese Herausforderung ausgesprochen positiv", berichtet Bruno Spengler, der in der Meisterschaft nur knapp hinter Tabellenführer Timo Scheider liegt. Besonders wichtig sei laut Spengler bereits das Zeittraining am Samstagnachmittag: "Eine gute Platzierung im Qualifying ist hier äußerst wichtig, denn Überholen ist auf dieser Strecke mit ihren vielen lang gezogenen Kurven fast nicht möglich."

Green nach Sieg hochmotiviert

Auch wenn es kaum Überholmöglichkeiten gibt, macht die Strecke den Fahrern sehr viel Spaß. "Zandvoort ist eine Rennstrecke mit vielen schnellen Kurven und dem High-Speed Streckenabschnitt der Saison. Knapp unter 270 km/h erreichen wir am Ende der Start-Ziel-Geraden vor dem Anbremsen der Tarzankurve", so Spengler über die Gegebenheiten in den Dünen.

Jamie Green, der das letzte Rennen auf dem Norisring für sich entschied, fällt eine weitere Besonderheit des Kurses ein: "Da die Rennstrecke nur durch die Uferstraße vom Sandstrand der Nordsee getrennt wird, macht der vom Wind auf die Strecke gewehte Sand den Belag oft rutschig und sorgt für stets wechselnde Bedingungen." Gute Erinnerungen an Zandvoort hat der Jahreswagen-Fahrer jedenfalls - hier machte er vor vier Jahren mit einem Sieg den Meistertitel in der Formel 3 EuroSerie perfekt.

Den Erfolg aus Nürnberg wird Green in Zandvoort allerdings kaum wiederholen können - zu groß sind die aerodynamischen Nachteile und das erhöhte Gewicht der 2008er-C-Klasse. "In der DTM habe ich außer meiner Pole 2006 und der schnellsten Runde 2007 dort jedoch noch nicht viel fürs Punktekonto erreicht", erläutert Green, der nach seinem jüngsten Sieg besonders motiviert ist: "Es wird also höchste Zeit."

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