Bei aller Freude um die Doppel-Pole erwartet Mattias Ekström ein schwieriges Heimrennen für Audi. Mit dem Ende der eigenen Pole-Serie kann er sich abfinden.

Ein dritter und ein siebter Platz aus zwei Pole Positions: Mattias Ekström schien damit leben zu können, dass die unheilvolle Pole-Serie heute auf sanfte Weise zu Ende ging. "Ich hatte einen guten Lauf im Qualifying, da ist der zweite Platz nun absolut okay. Ich freue mich über die erste Audi-Startreihe", resümierte der Champion von 2004 und 2007, der ebenso wie seine Teamkollegen noch auf einen Sieg am Dutzendteich wartet.

Während des Qualifyings hatte sich der Schwede unauffällig, aber effektiv bis in die letzte der vier Sessions gekämpft - und dabei, wie man in Ingolstadt zufrieden feststellte, die beschränkte Zahl der in der dritten Session erlaubten Runden berücksichtigt. "Ich kannte die Regeln, und auch mein Ingenieur hat mir auf meiner Inlap gesagt, dass ich endgültig in die Box kommen muss. Diese Regeln gelten für alle - deshalb wunderte ich mich, dass einige noch fuhren, als ich in der Box stand", merkte Ekström an. Sein zwischenzeitlich angezeigter fünfter Platz hinter den übereifrigen Mercedes-Piloten Ralf Schumacher und Jamie Green hatte somit keinen Bestand.

Trotz der Freude über die Doppel-Pole gibt man sich bei den Ingolstädtern keineswegs siegesgewiss. Zu oft waren die Audi-Boliden in Nürnberg auch im Laufe des Rennens noch nach hinten durchgereicht worden. "Das morgige Rennen hat viele Runden, wir müssen kämpfen bis zum Ende, denn erst dann werden die Punkte vergeben. Ich werde alles dafür geben, dass morgen ein Audi vorne steht", zeigt sich Ekström dennoch kämpferisch. "In den letzten Jahren haben wir hier nicht siegen können, aber nun haben wir durch viel Entwicklungsarbeit unsere Leistung auch auf dem Norisring verbessert."

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