Auch in Hockenheim schien Tom Kristensen vom vierten DTM-Sieg seiner Karriere weit entfernt - bis ihm das Schicksal in die Hände spielte...

Mit einem dritten Platz war Tom Kristensen 2008 hoffnungsfroh in die neue Saison gestartet - und schien damit die lange Durststrecke nach seinem tragischen Unfall beim Saisonauftakt 2007 zu beenden. Doch erneut erlebte Kristensen eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen, die bis hin zu Rücktrittsspekulationen führten. Umso größer war für den ältesten DTM-Piloten im Feld die Befreiung nach seinem ersten Sieg seit Zandvoort 2006 - wenn auch nur ermöglicht durch die Reifenpanne des souverän führenden Mattias Ekström. "Es war Glück, dass ich gesiegt habe, aber ich freue mich trotzdem über die zehn Punkte", sagte Kristensen, der Ekströms Gefühlslage aus eigener Erfahrung kennt.

So war er im Meisterschaftskampf 2006 durch eine ähnlich tragische Panne zurückgeworfen worden: "Das erinnert mich an Brands Hatch 2006: Ich das Rennen angeführt, habe keine Fehler gemacht, dann jedoch kam das Radaufhängungsproblem." Zuvor hatte Kristensen dem Champion von 2004 und 2007 nichts entgegenzusetzen. "Mattias hat seinen neuen Reifensatz perfekt genutzt", stellte Tom Kristensen mit Blick auf seinen Teamkollegen fest, der seinen Vorsprung nach dem Rennen rasch ausbaute, um ihn anschließend über 37 Runden hinweg bei weit über fünf Sekunden zu manifestieren.

Stattdessen musste sich Kristensen nach hinten orientieren - und hatte im Kampf mit Timo Scheider alle Hände voll zu tun. "Mein Team hat tolle Arbeit geleistet. Einen Champion hinter sich zu halten ist schwierig, aber ich wusste, dass am Ende meine Bremsen besser sein werden als die von Timo", sagte Le-Mans-Rekordsieger, der seine Position auch dank einer geglückten Rennstrategie verteidigte. Den gelungenen Auftakt seiner letzten DTM-Saison will Kristensen gebührend feiern: "Ein Däne, der kein Bier trinkt, ist kein guter Däne. Die Mechaniker verdienen eine gute Party. Ich hoffe, dass auch Mattias auf ein Red Bull vorbeischaut..."

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