Tom Kristensen startet dieses Wochenende in seine letzte DTM-Saison, in der er noch einmal alles geben will. Danach konzentriert er sich voll auf Sportwagen.

Wenn am Sonntag in Hockenheim die neue Saison beginnt, dann startet Audi Pilot Tom Kristensen in seinen ganz persönlichen DTM-Endspurt: Der Däne wird die DTM nach dem Finale im Oktober verlassen und sich künftig nur noch auf seine große Leidenschaft, den Sportwagen-Sport, konzentrieren. Mit allein acht Siegen beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans ist er in dieser Motorsport-Disziplin der erfolgreichste Fahrer der Welt.

Wenn sich Tom Kristensen am Saisonende aus dem Fahrerlager verabschiedet, war er ein halbes Jahrzehnt Mitglied der DTM-Familie und hat die populärste internationale Tourenwagenserie auf und neben der Strecke mitgeprägt. Sieben Pole Positions, 16 Podiumsplatzierungen und drei Siege sind schon jetzt eine eindrucksvolle Bilanz, die der Däne gern noch aufstocken möchte: "Meine Entscheidung ist lange gereift und nun endgültig gefallen", sagt Kristensen. "Ab jetzt fahre ich völlig befreit und will noch einmal um den Titel kämpfen. Mein persönlicher DTM-Endspurt beginnt an diesem Wochenende in Hockenheim."

So erfolgreich Tom Kristensen in der DTM auch war und ist - seine große Liebe galt schon immer den Sportwagen. "Mit anderen Piloten das Cockpit teilen, gemeinsam eine optimale Abstimmung finden und auf einer einzigartigen Strecke um den Sieg kämpfen - das ist für mich das Größte", schwärmt Kristensen. Acht Mal, so oft wie kein anderer Pilot der Welt, gewann der 41 Jahre alte Däne die berühmten 24 Stunden von Le Mans. Zuletzt im Sommer 2008 mit dem Audi R10 TDI. "Dass Audi mir die Chance gibt, in zwei so unterschiedlichen Motorsport-Kategorien auf höchstem Niveau zu starten, ist ein großes Privileg, für das ich sehr dankbar bin", so Kristensen.

Den Spagat zwischen DTM und Le Mans liebt Kristensen, schließlich kann er so seine vielleicht einzigartige Vielseitigkeit im Cockpit unterschiedlicher Rennwagen ausspielen. Die Frage nach seinem persönlichen Favoriten beantwortet er stets diplomatisch: Le Mans, das ist für ihn das beste und größte Rennen, die DTM die beste und größte Rennserie. "Die DTM war und ist ein toller Abschnitt meiner Karriere, in dem ich viel erlebt und mit tollen Menschen zusammengearbeitet habe", blickt der dreifache Familienvater auf die vergangenen Jahre zurück.

"Ich habe oft mit Tom über seine Zukunft gesprochen und respektiere natürlich seine Entscheidung, sich voll auf den Sportwagen zu konzentrieren", erklärt Audi Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Mit ihm verliert die DTM nicht nur einen schnellen Rennfahrer, der immer für einen Sieg gut ist, sondern auch einen großen Sportsmann, der sich mit seiner fairen und freundlichen Art einen hervorragenden Ruf bei Konkurrenten und Fans erarbeitet hat. Jetzt freuen wir uns gemeinsam auf zehn spannende DTM-Wochenenden."

Schon vor Beginn der DTM-Saison hat Kristensen seinen ersten Sieg in der Tasche: Gemeinsam mit Dindo Capello und Allan McNish gewann er im März das 12-Stunden-Rennen in Sebring beim ersten Einsatz des Audi R15 TDI. Mitte Juni will er mit dem neu entwickelten Diesel-Sportwagen seinen neunten Sieg in Le Mans realisieren.

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