Noch stärker als die Saison 2008 beginnt für Audi das aktuelle Jahr. Ein Erfolg, mit dem auch Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich nicht gerechnet hatte.

Im vergangenen Jahr hatten die Beobachter auf einen leichten Mercedes-Vorteil beim Saisonstart in Hockenheim getippt - zu unkalkulierbar waren die Risiken des komplett neuen A4. Ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis war es, was von den Experten für das aktuelle Wochenende erwartet worden war. Beide Male überraschten die Ingolstädter mit einer erstaunlich dominanten Vorstellung. "Wir hatten andere Reihenfolge im Hinterkopf", gab Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich zu.

Die evolutionäre Weiterentwicklung des erfolgreichen R14 erwies sich als schlagkräftiger als vermutet. "Wir sind natürlich sehr zufrieden. Wir hatten erwartet, dass es viel schwieriger würde - wie schon bei den Tests gesehen", zeigte sich der Österreicher ähnlich erstaunt wie die übrigen Akteure. "Sechs Autos in den Top Acht sind etwas Besonders, etwas, was wohl noch nicht so häufig vorgekommen ist. Alle anderen liegen sehr eng beisammen."

Aus Reihen des Fahrerkaders bereitete insbesondere Oliver Jarvis seinem Vorgesetzten Freude. Über das gesamte Qualifying hinweg präsentierte sich der Brite in Phoenix-Diensten auf einem Level mit den Neuwagen. "Vier Autos im vierten Qualifying, darunter ein Vorjahreswagen - das ist perfekt", bilanzierte Ullrich, dessen Freude durch den fünften Platz des amtierenden Champions nur geringfügig getrübt wurde: "Dennoch zeigt sich, wie hart es in der DTM zugeht, wenn es ein Fahrer wie Timo wegen ein paar Hundertstelsekunden nicht in die letzte Session schafft. Das ist die DTM."

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