Ein unveränderter Fahrerkader, aber weniger Cockpits: Die Ingolstädter Kürzungen im Sportwagenbereich könnten auch in der DTM für ein Stühlerücken sorgen.

Die Botschaft, die die Ingolstädter auf der Essen Motorshow durch die Bank vermittelten, war klar und vage zugleich: Sowohl fahrerisch als auch technisch setzt Audi nach dem Erfolgsjahr 2008 in der kommenden Saison auf Bewährtes. Zur Bestätigung konkreter Cockpitbesetzungen konnte man sich hingegen anders als vor einem Jahr nicht durchringen: Zwar bleibt der Fahrerkader, wie er schon 2008 auf die Cockpits in A4 DTM und R10 TDI aufgeteilt wurde, unverändert. Dennoch könnten Veränderungen im Langstreckenbereich für ein Stühlerücken sorgen.

Ein identisches Fahrerteam wie 2008, aber weniger Werkseinsätze: Auch die Weiterführung des ALMS-Engagements ist momentan fraglich, nachdem der Start in der europäischen Le-Mans-Serie bereits aus Kostengründen gestrichen wurden. Um alle Piloten gleichermaßen auslasten zu können, dürften Parallelengagements in DTM und Sportwagen, wie sie bisher Mike Rockenfeller, Alexandre Prémat und Tom Kristensen vollzogen hatten, seltener werden.

Tomczyk bleibt unbeeindruckt

Mit der Ankündigung von "bis zu fünf" Jahreswagen steht der Verbleib des privaten Futurecom-TME-Teams sowie Christijan Albers\', der 2008 als einziger A4-Pilot ohne Audi-Werksvertrag an den Start ging, auf der Kippe. Ein Fragezeichen sah mancher Beobachter auch hinter den Neuwagencockpit von Le-Mans-Größe Tom Kristensens und Martin Tomczyk, die 2008 nicht immer mit konstanten Leistungen überzeugt hatten. Wittern Prémat, Rockenfeller und Co die Chance auf ein Abt-Audi-Cockpit?

Tomczyk lässt sich von seinen Kritikern nicht beeindrucken. "Was soll ich mir anderes vornehmen als bisher? Natürlich will ich um die Meisterschaft fahren", zeigte er sich im Gespräch mit dem adrivo Motorsport Magazin selbstbewusst. "Dass ich schnell bin und konstant sein kann, steht für mich außer Frage. Dieses Jahr war bescheiden - das gebe ich offen zu. Aber ich habe nichts verlernt."

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