Über mehr als 80 Minuten hinweg hatte das Abt-Audi-Quartett auch den zweiten Freitagstest dominiert. Dann schlug die Minute des Paul di Resta.

Lange hatte es nach Wiederholung des Vormittagsergebnisses ausgehen - dann jedoch schlug Mercedes zurück: Beim zweiten Freitagstest des Finalwochenendes in Hockenheim präsentierte sich am Ende Paul di Resta mit überraschend deutlichen drei Zehntelsekunden Vorsprung an Stelle des am Morgen noch so erfolgreichen Audi-Sextetts an der Spitze. In letzter Minute hatte sich der Schotte mit einer fehlerfreien Runde gegen den am Ende nur viertplatzierten Timo Scheider durchgesetzt, der bis dahin die Trainingssession dominiert hatte.

Der psychologischen Kriegsführung waren zu Beginn des Tests einige Setup-Änderungen vorausgegangen: Verglichen mit dem ersten Training hatte sich die Streckentemperatur spürbar erhöht. Trotz veränderter Bedingungen waren es allerdings auch diesmal die vier Abt-Audi-Piloten, die die Bestzeiten während der ersten Trainingshälfte unter sich ausmachten. Erst zur Mitte der Session hin ließ di Resta mit der provisorischen Bestzeit ein erstes Mal das Potenzial seiner aktuellen Mercedes C-Klasse aufblitzen, während sich seine drei HWA-Kollegen im vorderen Mittelfeld bewegten.

Für eine Unterbrechung des Tests sorgte nach 50 Minuten Markus Winkelhock mit einem Ausritt eingangs des Motodroms. Auch der Rosberg-Pilot konnte jedoch die Testarbeit fortsetzen, nachdem - ebenso wie beim Futurecom-TME-Duo - außerplanmäßige Reparaturen vorgenommen worden waren. Auch nach Wiederaufnahme der Session dominierten die Ingolstädter Neuwagenpiloten, mussten sich am Ende jedoch angeführt von Martin Tomczyk hinter Paul di Resta einreihen.

Über mehr als 60 Minuten hinweg hatte sich in Jahreswagenreihen Mike Rockenfeller als Speerspitze positioniert, musste jedoch nach lange guten Zeiten im vorderen Mittelfeld am Ende Persson-Pilot Gary Paffett auf Rang neun sowie dem Phoenix-Duo aus Alexandre Prémat und Oliver Jarvis den Vortritt lassen. Die Wetterprognosen verheißen für die regengeplagten Ingolstädter nichts Gutes: Schon beim morgigen Vormittagstest könnte die Vorbereitung auf das Qualifying buchstäblich ins Wasser fallen.

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