Im Meisterschaftskampf war Mattias Ekström nur noch Nebendarsteller. Dennoch avancierte er zum fehlerfreien Protagonisten des Rennens.

Mit 18 Punkten Rückstand in der Meisterschaft war Mattias Ekström de facto schon in Barcelona aus dem Meisterschaftskampf ausgeschieden. Mit elf Punkten Rückstand bei einem verbleibenden Rennen ist für den Schweden das Misslingen seiner Titelverteidigung nun zementiert - aber im Moment seines 13. DTM-Sieges durchaus erträglich. "Ich genieße diesen Sieg sehr, denn es ist nie toll, zu einem Rennen zu kommen, ohne noch den Meisterschaftsdruck zu spüren. Andererseits wird man so entspannter, und heute konnte ich das Fahren einfach genießen", resümierte Mattias Ekström nach einem für ihn unvorhergesehen erfolgreichen Rennen.

Bereits am Start hatte sich Mattias Ekström an Tom Kristensen vorbeischieben können, musste sich zwischenzeitlich aber noch Timo Scheider geschlagen geben. Nach einem besser getimten ersten Boxenstopp ging der Schwede schließlich in Führung. "Ich konnte das Rennen kontrollieren und stand in gutem Kontakt zu meinem Team. Die Entscheidung, auf Trockenreifen zu starten, kam sehr kurzfristig. Ich habe mit meinen Renningenieur diese Entscheidung getroffen. Während der ersten fünf Runden hat sich die Strecke langsam, aber kontinuierlich verbessert."

Tückischer Nieselregen

Auch die ständig wechselnden Wetterbedingungen brachten den zweifachen DTM-Champion nicht aus dem Konzept. "Nach dem ersten Renndrittel begann es wieder zu nieseln. Gerade unter solchen Bedingungen muss man als Fahrer sehr vorsichtig sein, denn der Regen war in den ersten beiden Kurven und in der Schikane stärker als anderswo", berichtete Ekström, der die Schlussphase weit besser überstand als Timo Scheider.

Zwar hatte auch der amtierende Champion bei seinem zweiten Boxenstopp trotz sich ankündigender weiterer Schauer auf Trockenreifen gesetzt. Anders als Scheider konnte Ekström seine Position jedoch trotz zusätzlichen Boxenstopps halten: "Nach dem zweiten Boxenstopp fragte mich das Team, ob ich Regenreifen brauche, weil es wieder sehr viel feuchter wurde. Der Wechsel war die richtige Entscheidung. Mein Team hat das ganze Wochenende über die richtigen Entscheidungen getroffen, und auch das Setup war perfekt."

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