Paul di Restas Kampfgeist wurde belohnt: Nach zahlreichen Wendungen holte er nicht nur beim französischen DTM-Gastspiel, sondern auch in der Meisterschaft auf.

Trotz diverser Gerüchte um einen Wechsel in GP2 oder Formel 1 wollte sich Paul di Resta auch in der DTM bis zur letzten Minute voll konzentriert zeigen. Zwischenzeitlich schien dies gar nicht mehr nötig zu sein - und Timo Scheider wie der sichere Meister. Am Ende freute sich di Resta so überschwänglich wie selten zuvor über den Silberrang. "Es ist sehr erleichternd, nach unserem zusätzlichen Boxenstopp noch hier zu stehen. Wir haben am Start leider eindeutig die falsche Entscheidung getroffen", blickt Paul di Resta auf die nur scheinbar verhängnisvollen ersten Runden auf Regenreifen zurück.

"Wir waren gezwungen, noch vor dem Boxenstoppfenster zurück auf Trockenreifen zu wechseln. Das Auto war auf Regenreifen unfahrbar geworden", ergänzt di Resta. Was für den Schotten folgte, war eine eindrucksvolle Aufholjagd um mehr als 30 Sekunden. Während sich die Ingolstädter Konkurrenz am Ende verpokerte, waren an di Restas C-Klasse stets zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Pneus montiert. "Unter nassen Bedingungen waren unsere Strategie und das Auto dann unglaublich gut. Es ist schön, mehr Punkte als Timo gesammelt zu haben; das kann uns in Hockenheim nur helfen."

Einen Wermutstropfen auf der Aufholjagd hin zu Platz zwei bildeten für den 22-Jährigen nur die Kämpfe mit Alexandre Prémat. Immer wieder waren sich der HWA-Pilot und der Audi-Jahreswagenfahrer im Verlauf des Rennens begegnet - nicht immer sah sich di Resta fair behandelt. Trotz so mancher Berührung verzichtete di Resta jedoch auf anschließende Verbalduelle: "Wir hatten einige Berührungen, vielleicht zu viele. Wir haben vermutlich unterschiedliche Meinungen darüber. Das Wichtigste ist mir das heutige Ergebnis."

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