2007 mehrte sich die Kritik an Timo Scheider. Ein Jahr später weiß auch Dr. Wolfgang Ullrich, dass er einst die richtige Personalentscheidung traf...

2005 hatte Timo Scheider im verkleinerten Opel-Fahrerkader keinen Platz mehr gefunden. Die Rückkehr in die DTM stets vor Augen, begnügte sich Timo Scheider mit einer Saison in der FIA-GT-Serie - und erhielt in der folgenden Pause den Anruf von Dr. Wolfgang Ullrich. Eine Entscheidung, die sich spätestens heute auch für den Audi-Sportchef als die richtige erwies: "Selbstverständlich freue ich mich, dass gerade Timo es geschafft hat. Er hatte eine tolle Saison und hat das Rennen hier aus eigener Kraft für sich entschieden."

An den Wortgefechten um Mattias Ekströms Zweikampf mit Paul di Resta will sich Ullrich nur bedingt beteiligen. "Ich bin der Meinung, dass eine Situation wie zwischen Eki und Paul immer passieren kann. Eki hat Paul nichts getan - das hat man deutlich gesehen", sagte der Österreicher gegenüber dem adrivo Motorsport-Magazin. "Dass Eki einfach für Paul zur Seite fährt, kann man nicht erwarten." Im Folgenden erlebte Dr. Wolfgang Ullrich einen nur scheinbar ruhigen Ausklang des Titelkampfes.

Eine gewisse Nervosität wollte somit auch der Audi-Sportchef nicht abstreiten. "Nach einigen Runden hat es sich Timos Vorsprung eingependelt. Selbstverständlich war trotzdem eine große Anspannung da, denn es geht auch um viel. Alle wollen voll konzentriert sein, um keine Fehler zu machen. Das ist uns gut gelungen." Für Ullrich geht eine nicht nur in Sachen DTM erfolgreiche Saison zu Ende. "Timo hat aus eigener Kraft den Titel gewonnen - das ist vor einer so tollen Kulisse die schönste Variante. Es war mit den 24 Stunden in Le Mans und dem Titel ein perfektes Jahr. Das war die Leistung der gesamtem Audi-Sport-Mannschaft und aller Audianer im Werk."

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