Über weite Teile der Saison schienen die Jahreswagen in der Bedeutungslosigkeit versunken. Alexandre Prémat brachte sie zurück ins Rampenlicht.

14 Monate lag der erste und bisher letzte Podestplatz für Alexandre Prémat bisher zurück - ebenso wie die bislang letzte Podiumsplatzierung eines Jahreswagenpiloten. In Le Mans endete die Durststrecke für den französischen Lokalmatadoren, der noch nach acht Saisonrennen nur einen mageren Meisterschaftspunkt auf seinem Konto verbuchen konnte. "Ein tolles Wochenende für mich. Wir waren schon über das gesamte Wochenende hinweg sehr stark. Auch im Rennen war ich von Beginn an konkurrenzfähig", resümierte Prémat, der sich schon nach wenigen Kilometern auf Position drei wiederfand.

Was folgte, gefiel weder der Stuttgarter Konkurrenz noch der Rennleitung. Im Kampf gegen Paul di Resta nahm der Franzose eine aus Sicht der Sportkommissare zu harte Berührung in Kauf - und brachte die so genannte Pitstop-Penalty zu ihrem Debüt. "Es war ein harter Kampf zwischen uns, und bei meinem Heimrennen wollte ich unbedingt die dritte Position behalten", rechtfertigt sich Prémat, der die Schuld keineswegs nur bei sich allein sieht: "Vielleicht gab es manchmal zu viel Lackaustausch zwischen uns, aber sowohl von meiner als auch von seiner Seite. Es kommt nicht oft vor, dass ich in der DTM Tür an Tür fahre, und diesmal hat es dem Ergebnis auch nicht geschadet."

In der Endphase des Rennens eroberte Prémat seinen Podestplatz zurück, als er anders als die Konkurrenz im Neuwagen darauf verzichtete, angesichts des zwischenzeitlich wieder stärkeren Regens auf Regenreifen zu wechseln: "Es war eine gute Entscheidung, am Ende auf Slicks zu bleiben, auch wenn das Fahren unter diesen Umständen sehr schwierig war. Ich hatte ein gutes Gefühl, ein sehr gutes Resultat zu erzielen - und vielleicht hätte ich ohne die Strafe sogar gewinnen können."

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