Noch beim Saisonauftakt startete Timo Scheider in Hockenheim von der Pole Position. Heute reichte es nur zu Startplatz drei hinter Erzrivale Paul di Resta.

Nach dem in Le Mans stark zusammengeschrumpften Meisterschaftsvorsprung muss Timo Scheider in Hockenheim einen weiteren leichten Rückschlag verkraften: So reichte es für den Audi-Piloten im Qualifying nur zu Rang drei - eine Position hinter Paul di Resta. Scheiders schottischer Titelkontrahent startet morgen neben Mattias Ekström aus Reihe eins, der sich die elfte Pole Position seiner Karriere sicherte.

Session 1 - Winkelhock auf Abwegen

Bereits nach wenigen Minuten sorgten die Ingolstädter für unfreiwillige Action. Ähnlich wie schon beim gestrigen Nachmittagstraining kam Markus Winkelhock eingangs des Motodroms von der Strecke ab und rief mit einem Ausritt ins Kiesbett rote Flaggen hervor. Anders als Titelrivale Paul di Resta hatte sich Timo Scheider bereits auf der Strecke befunden und musste seinen ersten Versuch abbrechen. Mit dem vorzeitigen Abbruch endete die ersten Qualifying-Session. Die verbleibende Zeit wurde gemäß Reglement mit der Zeit der zweiten Session addiert.

Session 2 - Schock für Scheider

Gleich zu Beginn der zweiten Session erlitt Scheider einen weiteren Rückschlag: Auf seiner ersten fliegenden Runde fuhr der Audi-Pilot in Kurve 1 allzu weit auf den inneren Curb, verlor mit allen vier Rädern die Bodenhaftung und geriet ausgangs der Biegung weit in die Auslaufzone. Nach einem fünfminütigen Fahrzeug-Check in der Box ging Scheider zurück auf die Strecke. Auch Titelkontrahent Paul di Resta kämpfte in der ersten Kurve mit Problemen: Beim ersten Versuch verließ der Schotte den von der Rennleitung definierten erlaubten Bereich der Strecke, sicherte sich aber trotz auffallend starker Nickbewegungen des Vorderwagens seiner C-Klasse in der folgenden Runde die reguläre Bestzeit.

Fünf Minuten vor Schluss sprengte Timo Scheider das an der Spitze dominierende Mercedes-Trio aus di Resta, Bernd Schneider und Jamie Green und setzte sich Rang zwei. In die komplett von den Neuwagen besetzten Top acht konnten die Jahreswagen auch in den verbleibenden Minuten nicht eindringen: Als Neunter sicherte sich Mike Rockenfeller die Position des stärksten 2007er-Piloten vor Alexandre Prémat, Oliver Jarvis und Gary Paffett. Ralf Schumacher enttäuschte auch im letzten Qualifying der Saison: Er musste sich nach einem Fehler in Kurve eins mit Rang 16 begnügen.

Session 3 - Ekström bezwingt di Resta

Mit einer Zeit von 1:32.284 Minuten legte Paul di Resta gleich zu Beginn der entscheidenden Session eine überraschend starke Zeit vor - wurde jedoch wenige Sekunden später von Mattias Ekström um weitere 40 Tausendstelsekunden unterboten. Timo Scheider kam auf den vorläufigen dritten Platz. Ein letzter Versuch di Restas, an Ekström vorbeizuziehen, scheiterte ebenso wie Scheiders letzter Angriff. Zwischenzeitlich von Jamie Green auf Rang vier geschoben, konnte der Audi-Pilot jedoch immerhin Position drei zurückerobern.

Den Abt- und HWA-Piloten hinter dem Führungstrio dürfte auch morgen nur die Rolle der Nebendarsteller bleiben: Hinter Jamie Green starten Bernd Schneider und Bruno Spengler morgen aus der dritten Reihe ins Rennen; Martin Tomczyk und Tom Kristensen enttäuschten auf den Rängen sieben und acht.

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