Mit einer deutlichen Bestzeit beendete Tom Kristensen den ersten Tag in Le Mans.

Im zweiten Test der DTM auf dem französischen Traditions-Kurs von Le Mans fuhr Tom Kristensen die schnellste Runde. In der 90-minütigen Session, die nach einem Unfall von Maro Engel kurz unterbrochen werden musste, mussten die Fahrer zunächst auf Regenreifen umsatteln. Als die Strecke später immer weiter abtrocknete und man auf Slicks wechselte, unterbot man die Zeiten des Vormittags deutlich.

In den ersten 45 Minuten des zweiten Tests herrschten gleichbleibende und durchweg schlechte Bedingungen. Nach einem starken Regenguss in der Mittagspause war die Strecke noch lange nicht abgetrocknet und weiterhin nass. Als Folge waren die Rundenzeiten zu Beginn nicht mit denen des Vormittags vergleichbar und langsam, verbesserten sich aber stetig um wenige Zehntel. An der Spitze wechselten sich Fahrer der beiden Marken ab, darunter mit Gary Paffett auch ein Jahreswagen-Pilot.

Mit dem Wechsel auf die profillosen Slicks purzelten die Zeiten nach einer Stunde immer weiter, schnell näherte man sich dem Niveau des ersten Tests - beinahe jede neue Runde war auch eine neue Bestzeit. Das Ende der Fahnenstange war erst bei 1:31.601 Minuten erreicht. Im Sprint der letzten Minuten verbesserte sich Tom Kristensen deutlich und kam von Platz 14 bis an die Spitze nach vorne.

Heftiger Unfall von Maro Engel

Im Trainingsduell der Titelkandidaten setzte sich Timo Scheider durch. Der Tabellenführer landete 0,890 Sekunden hinter Kristensen, belegte aber den zweiten Platz. Paul di Resta wurde in den letzten Minuten bis auf den vierten Rang zurückgereicht, zuvor lag er lange in Führung. Auf seinen großen Konkurrenten Scheider fehlte allerdings nur eine Zehntelsekunde.

Für eine Schrecksekunde sorgte Maro Engel. Kurz nachdem sich Martin Tomczyk an gleicher Stelle drehte, schlug der DTM-Rookie heftig in die Streckenbegrenzung ein. Zuvor kam der Mücke-Pilot zu weit nach außen, verlor die Kontrolle über seine C-Klasse und zerstörte die Heckpartie. Engel blieb bei dem Unfall unverletzt, für Mechaniker dürfte sein Fehler allerdings viel Feiertags-Arbeit bedeuten. Das Training wurde nach dem Unfall unterbrochen und später für fünf finale Minuten freigegeben.

Besser machte es Christijan Albers, der seinen zwei Jahre alten Audi A4 auf der fünften Position parkte. Auch die anderen Jahreswagen-Piloten aus Ingolstadt hinterließen einen guten Eindruck: drei 2007er-Audi schafften es unter die besten Zehn. Eine Überraschung gab es bei den alten C-Klassen - dort setzte sich Susie Stoddart mit Rang 13 gegen die starke männliche Konkurrenz durch.

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