Jamie Greens Titelchancen sind mittlerweile begrenzt - anders als die Chance auf eine erfolgreiche Le-Mans-Bilanz.

Nur kurzzeitig hatte sich Jamie Green in der dritten Session des Qualifyings über die provisorische Pole Position freuen dürfen - dann machten Timo scheider und Tom Kristensen die Pole-Träume zunichte. Am Ende zeigte sich der Engländer dennoch erleichtert, die interne Übermacht von Paul di Resta gebrochen zu haben. "Alles in allem bin ich sehr glücklich mit dem zweiten Platz", bilanzierte Green, der von Pole-Sitter Tom Kristensen am Ende um rund drei Zehntelsekunden distanziert wurde.

Der Brite verweist auf den Anteil des Mehrgewichts von zehn Kilogramm an dem deutlichen Rückstand: "Unser Auto ist etwas schwerer als das der Gegner - insofern können wir glücklich mit dem Erreichten sein." Green freut sich über die deutlichen Fortschritte der Stuttgarter seit der Vierfach-Niederlage von Zandvoort. "Wir haben über das ganze Jahr Fortschritte gemacht, um das Auto zu verbessern. Wir waren schon während der letzten Rennen immer sehr stark."

In Barcelona hatte Green vor zwei Wochen seine Meisterschaftschancen de facto begraben müssen. Nach einer unverschuldeten Kollision mit Mattias Ekström und einer Sportstrafe für eine weitere Berührung im folgenden war der HWA-Pilot bis auf Rang acht durchgereicht worden - und kämpft nun mit einem Rückstand von 16 Meisterschaftspunkten auf Timo Scheider. Dennoch will sich Green noch nicht vollständig in den Dienst Paul di Restas stellen, den von Scheider vergleichsweise erträgliche sieben Punkte trennen: "Der Start wird der Schlüssel sein. Ich werde mein Bestes geben, um einen guten Start zu erwischen und im Regen die richtigen Entscheidungen zu treffen."

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