Bernd Schneider auf Startplatz eins, Timo Scheider vor seinen Hauptrivalen auf Rang zwei. Im Qualifying von Barcelona durften beide Lager jubeln.

Auf dem Nürburgring feierte Bernd Schneider einen Überraschungssieg. In Barcelona startet der Altmeister von einer Pole Position, die nach seinen Qualifying-Querelen der vergangenen Monate und Jahre noch weit mehr erstaunt. In letzter Sekunde verwies der HWA-Pilot Pole-Favorit Timo Scheider auf Startplatz zwei. Der Audi-Pilot zeigte sich dennoch zufrieden: Er hielt seine Konkurrenten um den DTM-Titel auch diesmal souverän hinter sich.

Session 1 - klare Verhältnisse

Das freie Training am Vormittag hatte mit einer Vierfachspitze der Abt-Audi geendet - und auch das Qualifying begann ganz im Zeichen der Ingolstädter: Schon früh hatten Tom Kristensen und Timo Scheider die provisorische erste Startreihe besetzt, um sie auch bis zum Ende der ersten Session nicht mehr abzugeben. Eher unspektakulär ging es auch hinter den beiden Audi-Piloten zu: Paul di Resta hielt sich als HWA-Speerspitze konstant auf Rang drei vor Mike Rockenfeller, der wie schon gestern im Audi-Jahreswagen zu überzeugen wusste.

Derweil schien sich Mattias Ekström im Vergleich ähnlich schwerzutun wie die Mercedes-Jahreswagen: Abgesehen von Gary Paffett, der sich in die zweite Session zitterte, belegten die 2007er-Benz geschlossen die Ränge 15 bis 18 vor Katherine Legge im 2006er-Audi. Kurz vor Ende der Session fuhr Maro Engel einen letzten Angriff auf die Top 14, verdrängte am Ende aber nur Mathias Lauda von Platz 15. Ralf Schumacher musste sich mit Startplatz 17 begnügen.

Session 2 - Aus für Kristensen & Spengler

Zum Erschrecken der Stuttgarter erstarkten die Neuwagenpiloten der Konkurrenz zu Beginn der zweiten Session weiter: So hatte sich eine Abt-Audi-Vierfachspitze unter Führung von Martin Tomczyk gebildet - bevor sich das Blatt wandte. Zunächst Jamie Green, dann Paul di Resta verdrängte die Audi-Armada auf die Plätze drei bis sechs. Die beiden Briten in Mercedes-Diensten behielten ihre Plätze - während Tom Kristensen abrutschte.

Bei starkem Verkehr wenige Minuten vor Ende der zweiten Session gelang es dem Dänen, aufgelaufen auf Gary Paffett, nicht mehr, sich von Platz neun zu befreien. Auch Bruno Spengler verpasste auf Rang zehn den Sprung in die letzte Session. Stattdessen waren es mit Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat zwei Audi-Jahreswagenpiloten, die auf den Rängen sieben und acht überzeugten. Pole-Favorit Timo Scheider musste sich vorerst mit Platz fünf begnügen; Gary Paffett belegte als schnellster 2007er-C-Klasse-Pilot Position 13.

Session 3 - Schneider brilliert

Auch in der letzten Session blieben Zwischenfälle aus. Zunächst hatte sich Timo Scheider mit einer Zeit von 1:07.437 Minuten auf die gewohnte erste Position begeben, an der sich Paul di Resta und Jamie Green vorerst die Zähne ausbissen. Für Überraschungen sorgten Bernd Schneider und Mike Rockenfeller: So hatten sich die beiden Dauerrivalen eine Minute vor Schluss auf die provisorischen Startplätze zwei und drei geschoben - verdrängt zunächst von Martin Tomczyk und Mattias Ekström.

Der entscheidende Schlagabtausch ging überraschend zu Gunsten von Mercedes aus: Ausgerechnet Bernd Schneider, der in den vergangenen Monaten immer wieder mit größerem Problemen im Zeitfahren zu kämpfen hatte, sicherte sich mit 31 Tausendsteln Vorsprung vor Timo Scheider die Pole Position. Paul di Resta verwies Martin Tomczyk auf Rang vier, auf den Starplätzen fünf und sechs schwinden die Titelchancen von Jamie Green und Mattias Ekström. Für Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat blieb die vierte Startreihe.

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