Timo Scheider macht in Barcelona dort weiter, wo er in Brands Hatch aufhörte: auf Platz eins.

Bei steigenden Temperaturen und sommerlichen Bedingungen hat Audi das Rennwochenende wie gewohnt mit einer Bestzeit begonnen. Auf der 2,977 Kilometer langen Kurzversion des Circuit de Catalunya vor der Toren Barcelonas setzte Timo Scheider die Bestzeit im ersten Test. Für Mercedes blieb beim ersten Aufeinandertreffen auf der iberischen Halbinsel nur der vierte Platz von Paul di Resta.

Nachdem der Schotte Di Resta in seiner C-Klasse die erste wirkliche Bestzeit des Tages setzte, übernahm Timo Schneider schon vor Ablauf der ersten halben Stunde die Führung. Der aktuelle Tabellenführer kam als erster Fahrer unter die Marke von 1:08-Minuten, bei ihm blieb die Zeit bei 1:07.935 Minuten stehen. Mit einem Respektabstand von vier Zehntelsekunden folgte sein Teamkollege Mattias Ekström, der mit seiner Zeit dennoch unter dem bestehenden Streckenrekord von Bruno Spengler blieb.

Dreifach-Spitze für Audi

Der Vorjahressieger schaffte es in seinem Mercedes auf den achten Platz. Immerhin spulte Spengler in der gewohnten Rennvorbereitung und mit 48 Runden sehr viele Kilometer ab. Die Audi-Spitze um Scheider und Ekström kam dagegen nur auf 24 respektive 25 Umläufe und wurde von den Sternen-Fängern nicht gefährdet. Nur Tom Kristensen reihte sich mit einer Zeit von 1:8.161 Minuten zwischen seinen Markenkollegen auf dem zweiten Platz ein.

Noch nicht ganz aufgeweckt zeigten sich die Streckenposten. Ein im vorhergegangenen Training gestrandeter Seat Leon aus dem spanischen Cup konnte erst mit Verspätung aus dem Kiesbett geborgen werden. In voller Gemütlichkeit und mit hoher Sorgfalt brachte man den Wagen zurück in das Fahrerlager, als unmittelbare Folge startete der erste DTM-Test zwei Minuten später als gewohnt.

Kaum schneller als die Helfer neben der Strecke waren die Stuttgarter Jahreswagen auf der Piste. Die 07er-Garde um Gary Paffett und Ralf Schumacher platzierte sich geschlossen am Ende des Feldes, selbst Katherine Legge war schneller als die - aus ihrer Sicht ein Jahr aktuellere - Mercedes-Konkurrenz. Besser machten es die A4-Modelle des Baujahrs 2007: Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock belegten die Ränge fünf und sechs.

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