Vier Poles in acht Qualifyings - Timo Scheider setzt seinen Siegeszug fort. Dennoch kam dank einiger Ausrutscher keine Langeweile auf...

Zwar entsprach der Kurs von Brands Hatch bislang nur bedingt Timo Scheiders persönlichen Vorlieben. Dennoch konnte sich der Meisterschaftsführende auch mit dem 1,929 Kilometer langen Traditionskurs bestens arrangieren: In einer Zeit von 42.084 Sekunden sicherte sich Scheider am Ende deutlich die Pole Position vor Paul di Resta und Bruno Spengler. Einer ausgeglichenen wie ruhigen dritten Session waren während der ersten Minuten mehrere Ausritte ins Kiesbett vorausgegangen...

Paffett strandet

Zu Beginn der ersten Session machten die Mercedes-Jahreswagen den Anfang - auch mit Blick auf die Missgeschicke: So kam Gary Paffetts bereits auf seiner ersten fliegenden Runde von der Strecke ab und schlug nach kurzer Rutschpartie durch die Auslaufzone in die Reifenstapel ein. Nach langwierigen Bergungsarbeiten schleppte sich der Brite zurück in die Box, um dort seinen Boliden vom Kies befreien zu lassen. Die Unterbrechung der ersten Session endete im endgültigen Abbruch - und einem um die Restzeit der ersten Session verlängerten zweiten Session mit allen 19 Teilnehmern.

Green lässt hoffen

Trotz einer auf 20 Minuten und 50 Sekunden verlängerten zweiten Session geriet das Qualifying zumindest für Katherine Legge zum kurzen Vergnügen: So rodelte mit der Britin ein zweiter Lokalmatador in Kurve 2 ins Kiesbett - ohne jedoch einen weiteren Abbruch der Session zu verursachen. Nach beendeter Gelbphase sorgte Alexandre Prémat im Audi-Jahreswagen zunächst für die vorläufige Bestzeit, dann jedoch in der berüchtigten zweiten Kurve auch für einen weiteren Ausflug ins Kiesbett. Auch der Franzose konnte die Auslaufzone nicht ohne fremde Hilfe verlassen.

Erst im letzten Drittel der zweiten Session meldeten sich die Neuwagen zu Wort: Auf eine Bestzeit von Jamie Green hin konterte Timo Scheider erfolgreich, wurde dann jedoch wieder von dem Briten auf Platz zwei verwiesen. Auch Paul di Resta, Mattias Ekström und - trotz einer unangenehmen Begegnung mit Ralf Schumacher auf seiner fliegenden Runde - Martin Tomczyk mussten sich nicht um ihren Einzug in die letzte Session sorgen.

Während sich Bruno Spengler am Ende noch auf Rang fünf retten konnte, zitterten Tom Kristensen und Bernd Schneider vergeblich um ihren Einzug in die Top 8. Die angestammten Plätze der Routiniers nahmen Oliver Jarvis und ausgerechnet Gary Paffett ein, der sich von seinem Missgeschick in Session eins nicht nachhaltig irritieren ließ: Die beiden Briten verbuchten bei ihrem Heimspiel die vorläufigen Positionen sieben und acht.

Scheider triumphiert

Pünktlich zum Beginn des Endspurts legte Timo Scheider mit einer Zeit von 42.084 Sekunden eine neue Bestmarke vor - und erlebte einen vergleichsweise ruhigen Rest der dritten Session. Als ärgste Verfolger präsentierten sich von beginn an Paul di Resta und Bruno Spengler, ohne jedoch auf alle drei Sektoren ganz an die Zeit des Abt-Audi-Piloten heranzureichen. Nicht ganz in Schlagdistanz zur Spitze kamen Martin Tomczyk, der zuvor Sessionschnellste Jamie Green sowie nach einer gelungenen Qualifying-Vorbereitung am Vormittag ausgerechnet Mattias Ekström auf den Rängen vier, fünf und sieben. Oliver Jarvis und Gary Paffett überzeugten mit den Plätzen sechs und acht.

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